Bürgermeister vor Ort

Weidenhausen: Ein weiter Weg bis zur Breitbandversorgung

Trotz des unaufhörlichen Regens kommen mehr als zwei Dutzend Weidenhäuser, um an dem Dorfrundgang mit Bürgermeister Bernd Fuhrmann teilzunehmen. Der Brunnen im Dorf soll unter anderem mit einer Metallkugel an der Spitze verschönert werden. 

Trotz des unaufhörlichen Regens kommen mehr als zwei Dutzend Weidenhäuser, um an dem Dorfrundgang mit Bürgermeister Bernd Fuhrmann teilzunehmen. Der Brunnen im Dorf soll unter anderem mit einer Metallkugel an der Spitze verschönert werden. 

Foto: Britta Prasse

Weidenhausen.  Ein Blick auf das Handy zeigt aber, wie akut das Problem tatsächlich ist: Nur selten ist das Internet mit „LTE“-Geschwindigkeit verfügbar.

Breitbandausbau, Funklöcher und der Zustand der Straßen: Die Themen beim Dorfrundgang durch Weidenhausen unterscheiden sich kaum von den Ortschaften, die bereits im Rahmen der Tour „Bürgermeister Fuhrmann vor Ort“ besucht worden sind. Ein Blick auf das Handy zeigt aber, wie akut das Problem tatsächlich ist: Nur selten ist das Internet mit „LTE“-Geschwindigkeit verfügbar, die meiste Zeit geht’s nur mit „Edge“ voran. Phasenweise gibt es gar keinen Empfang: weder fürs mobile Surfen noch fürs Telefonieren. „Es ist die gleiche Katastrophe wie vor drei Jahren“, gibt Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann unumwunden zu. Doch viele Weidenhäuser wünschen sich genau hier Verbesserungen; auch deswegen sind sie am Dienstagabend zu dem Rundgang mit der Stadtverwaltung durch ihren Ort gekommen.

Breitbandausbau und Funklöcher

Aus dem ausgedehnten Spaziergang durch das Dorf war nur eine kleine Runde geworden; bei dem anhaltenden Regen wollte niemand wirklich brennende Probleme draußen ansprechen. Dann doch lieber bei einer heißen Suppe im Dorfgemeinschaftshaus an der Weidenhäuser Straße.

Es ist nicht zu übersehen: An einigen Stellen sind Löcher in die Straßen gebohrt und Kabel verlegt worden. Es geht voran - aber sehr schleppend. „Ich bin froh, dass überhaupt gebaut wird“, so Bürgermeister Fuhrmann. Manchmal sei es für den Laien nicht nachvollziehbar, dass an einer Ecke die Straße aufgerissen werde, die Baustelle eine Zeit lang still stehe, ein Kabel verlegt werde und es dann wieder eine Weile dauere, bis die Anschlüsse tatsächlich da seien und die Straße schließlich wieder geschlossen werde. Auf den zeitlichen Ablauf habe die Stadt aber so gut wie keinen Einfluss, meinte Fuhrmann.

„Der Kreis vergibt die Fördermittel und beauftragt die Anbieter, die Kabel in die Erde zu bringen - und weil jede Ortschaft in Siegen-Wittgenstein mit Glasfaser versorgt werden soll, ist das ein umfangreiches Unterfangen.“

In zwei Jahren abgeschlossen

In etwa zwei Jahren sollen alle Haushalte im Kreis von einer Mindestgeschwindigkeit von 50 MBit profitieren - ein weiter Weg. „Unser größtes Manko ist es aber, das Gewerbegebiet mit entsprechender Internetabdeckung zu versorgen“, erklärte Manuel Spies von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung bei der Stadt Bad Berleburg. Dafür habe man bereits eine Sonderförderung beantragt - es sei mittlerweile die sechste Aufforderung. Beim Thema Funklöcher möchte man gezielt noch mal das Gespräch mit Telekommunikationsanbietern suchen, versicherte Fuhrmann. „Da können wir alleine als Stadt aber nicht viel ausrichten, sondern müssen das interkommunal anpacken.“ Mit einer Bevölkerungsdichte von 70 Einwohnern pro Quadratkilometer habe Berleburg bei den Anbietern schlichtweg keine so hohe Priorität im Vergleich zu anderen Städten.

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