700 Jahre Schameder

Wenn der ganze Ort Schameder auf den Beinen ist

Viel Trubel in Schameder.

Viel Trubel in Schameder.

Foto: Hans Peter Kehrle

Schameder.  In Schameder geht es mit der 700-Jahr-Feier weiter. Der stehende Festzug lockt am Wochenende ganze Besucherscharen nach Schameder.

Die Sonne strahlte mit den Organisatoren, Künstlern und Besuchern um die Wette, als am Wochenende Schameder im Rahmen seiner 700-Jahr-Feier mit einem stehenden Festzug zahlreiche Besucher aus Schameder und den umliegenden Ortschaften auf die Hauptstraße lockte.

„Der absolute Hammer“, kommentierte Merle Radtke Radtke vom organisierenden Ausschuss die Veranstaltung. Mit Funkgerät ausgestattet war sie unter anderem zusammen mit sechs weiteren Personen für den reibungslosen Ablauf und die Logistik der zweitägigen Veranstaltung zuständig. „Wir versuchen hier alles unter Kontrolle zu halten“, sagte die Organisatorin.


Herausgeputzt

Federführend bei der 700-Jahr-Feier ist auch Ortsvorsteher Tim Saßmannshausen, der die Besucher am Samstag Mittag

zum Beginn der Veranstaltung begrüßte. „Es läuft super, der ganze Ort ist schon seit Wochen auf den Beinen um den Ort schön zu machen und ich finde, das hat sich wirklich gelohnt, es sieht toll aus“, schwärmte Saßmannshausen.

Zu Beginn kamen die Besucherströme noch etwas zaghaft, im Laufe des Samstags und auch am Sonntag war aber klar, dass der stehende Festzug ein Besuchermagnet sein würde.

„Die Züge nach Schameder sind alle voll besetzt“, merkte der Ortsvorsteher an. In den vergangenen Tagen verspürte er ob der großen Veranstaltung im Ort doch auch so etwas wie Nervosität, gab Saßmannshausen zu. „ Ich bin aber die ganze Zeit auch sehr zuversichtlich gewesen, dass es eine gute Veranstaltung wird, denn wir hatten viele viele Helfer“, gab er zu verstehen.

„Alle aus Schameder“ hätten geholfen, betonte Saßmannshausen, die Gastvereine aus den umliegenden Ortschaften seien so zahlreich, dass man gar nicht alle aufzählen könne, ohne einen zu vergessen.


Ehrenamtliche Helfer

Über 60 Stände präsentierten Tradition, Handwerk und Moderne aus Schameder – dahinter standen zahlreiche

ehrenamtliche Helfer aus Schameder, die den Besuchern zum Beispiel alte Landtechnik, Camping von „anno dazumal“, Holzschnitzereien oder auch eine Fußdrechsel zeigten und erklärten.

Zudem zeigte die Löschgruppe Schameder bei einer Handdruckspritzenübung ihr Können, ein historischer Brautwagen wurde ausgestellt, der Bogensport Wittgenstein oder auch Steinmetz „Tradition und Moderne“ stellten sich vor.

Kinderchor beeindruckt

Für Furore sorgte am Samstag direkt zum Auftakt des stehenden Festzuges der Kinderchor Schameder, die ihren Auftritt mit dem Lied „Wir sind Kinder von Schameder“ starteten: „Wir sind Kinder von Schameder, aus dem wunderschönen Edertal. Es war im schönen Wittgensteiner land, wo meine Wiege stand“, hieß es in der ersten Strophe. Bereits vor Monaten wussten die Schamederaner, dass die den Kinderchor bei der Veranstaltung hören wollen. „Die Kinder haben dann angefangen, mit Jenny Dreisbach zu üben, später wurde ich gefragt, ob ich mitmachen will“, sagte Chorleiterin Beate Weyand.

Besonders unterhaltsam für das große Publikum waren die zu den Liedtexten passenden Bewegungen der Kinder, die jedoch nicht nur dem Entertainment dienten. „Bewegungen helfen den Kindern, sich den Liedtext zu merken“, erklärte Weyand. Ihr Fazit zum stehenden Festzug in Schameder: „Super. Super Wetter, super Stimmung, alles super.“

Mit der Komödie „Aus der guten alten Zeit“ begeisterten die Darsteller des Theaters ohne Sorgen der evangelischen Kirchengemeinde Erndtebrücks ihre Zuschauer. Das Bühnenstück wurde bereits im Jahr 1972 zur Einweihung der Friedhofskapelle geschrieben – 47 Jahre später erfolgt das Revival, nachdem es im Jahr 1997 noch einmal aus der Schublade geholt worden war.

Kaum zu übersehen waren die bunten, drei Meter großen Stelzenläufer, die sich unter die Besucher mischten und für den einen oder anderen Lacher sorgten. Mit der Zauberkünstlerin Solveig Enke durften die Besucher in die Magie abtauchen und alte Jahrmarkttraditionen kennen lernen. Mit ihrer Drehohrgel entführte sie die Schamederaner in die Welt der alten Leierkastentradition.

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