Kommentar

Wer will die Diskussion ums Lehrschwimmbecken abwürgen?

Lars-Peter Dickel zu Vorwürfen der SPD gegen den Bürgermeister.

Lars-Peter Dickel zu Vorwürfen der SPD gegen den Bürgermeister.

Foto: Sascha Kertzscher / WP

Die Vorwürfe gegen den Bürgermeister wiegen schwer, aber es gibt neben Fakten auch noch unbeantwortete Fragen.

Bei diesem politischen Schlagabtausch gibt es für mich aktuell noch mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen.

Halten wir fest, was belegt ist: In der Sitzung wurden keine Zahlen vorgelegt, obwohl es nachweislich Zahlen zu städtischen Immobilien und speziell auch zum Lehrschwimmbecken gibt. Darin sind Zustand und Kosten für verschieden Szenarien bis zum Neubau aufgelistet. Fakt ist: Diese Zahlen geben keinen aktuellen Stand wieder, sondern den von 2013. Aber Fakt ist auch: Mit den Massenangaben und neuen Richtwerten lässt sich sehr schnell eine aktuelle Kostenkalkulation erstellen – zumindest als Richtwert. Das bestätigen Fachleute wie Klaus Preis, die damals mit dabei waren. Und mehr war für eine Bewerbung um einen Förderantrag nicht nötig.

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Ein anderer ausgewiesener Fachmann, Bürgermeister Dirk Terlinden, der sein Verwaltungshandwerk in der Großstadt Leverkusen gelernt hat, soll nun den politischen Parteien Daten und Zahlen vorenthalten haben. So lautet der Vorwurf von Samir Schneider und der SPD-Fraktion. Die sieht das Vertrauen zur Verwaltung und zum Bürgermeister beschädigt. Das ist ein subjektiver Eindruck, der jedoch durch die vorgelegten Zahlen und Gebäude-Steckbriefe untermauert wird.

Drei Fragen aber können bislang nicht geklärt werden: Hat der Bürgermeister etwas bewusst verschwiegen? Oder wusste er es einfach nicht, weil er 2013 noch in Leverkusen war? Warum hat sich in der Verwaltung niemand ans Gebäudemanagement erinnert? Oder schlicht: Wem nützt es, eine Diskussion um Sanierung des Lehrschwimmbeckens zu torpedieren?

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