Stromleitungen

Westnetz-Elektriker kontrollieren Sturmschäden aus der Luft

Oberhalb des Schulzentrums Am Stöppel landet der Hubschrauber der Firma Rotorflug, um Daniel Röße und Meik Beuter aufzu

Oberhalb des Schulzentrums Am Stöppel landet der Hubschrauber der Firma Rotorflug, um Daniel Röße und Meik Beuter aufzu

Foto: Matthias Böhl

Bad Berleburg.  Nach zwei Stürmen und Schneebruch kontrollieren Elektriker von Westnetz die Stromleitungen in Siegen-Wittgenstein und im Sauerland aus der Luft.

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Es ist windig und bitterkalt auf dem Stöppel. Die beiden Westnetz-Mitarbeiter Elektromonteur Daniel Röße und Obermonteur Meik Beuter warten am Gashäuschen oberhalb des Schulzentrums. Sie gehen gleich in die Luft. Mit dem Hubschrauber. Von Berufswegen und wegen der Sicherheit.

Überprüfungsflüge nach großen Stürmen

„Nach den beiden kürzlichen Stürmen und dem Schneebruch müssen unsere Leitungen auf Schäden kontrolliert werden. Es kann an Masten, Leitungen, oder Isolatoren zu Beschädigungen gekommen sein, die man aus der Luft am besten sehen kann. Daraus resultiert, wo wir in den nächsten Wochen tätig werden müssen“, erklärt Obermonteur Meik Beuter. Nach größeren Stürmen seien diese Überprüfungsflüge üblich, erklärt er. Auch nach Kyrill oder später folgenden Stürmen seien die Westnetzmitarbeiter geflogen, um Schäden festzustellen und anschließend zu reparieren.

Daniel Röße, Elektromonteur bei Westnetz, hat sich für den Hubschraubereinsatz im Vorfeld viel Mühe gegeben: „Daniel hat die Pläne unserer Leitungsnetze erstellt, die wir abfliegen müssen. Darin ist jeder einzelne Mast eingezeichnet und es macht uns gleich die Kontrolle leichter“, lobt Meik Beuter die Arbeit seines Kollegen.

Am Mittag war der Hubschrauber der Firma Rotorflug mit seiner Pilotin und anderen Westnetzmitarbeitern bereits im Sauerland im Einsatz und am Morgen wurden Leitungen in Eitorf-Much abgeflogen. Denn alle Leitungen, die von Westnetz betrieben werden, müssen kontrolliert werden.

100 Kilometer Leitungen in Wittgenstein

Allein in Wittgenstein sind das rund 100 Kilometer. Der Einsatz des Hubschraubers war schon einmal einige Zeit vorher geplant. „Dies ging aber wegen schlechter Sicht zunächst nicht und musste dann abgesagt werden“, erklären die Westnetzmitarbeiter, während sie auf die Maschine warten.

Sie stehen in telefonischem Kontakt mit der Pilotin. Die ist gerade am Siegerlandflughafen, um den Hubschrauber wieder aufzutanken. Gegen 15.00 Uhr wird sie am Stöppel sein und gegen 16 Uhr wieder starten müssen, um nicht in der Dunkelheit zu Hause anfliegen zu müssen.

„Vielleicht fliegen wir morgen noch einen Teil, wir müssen sehen, wie weit wir heute kommen und wie morgen das Wetter ist. Auf jeden Fall ist es gut, dass wir heute schon mal einen Großteil abfliegen können“, erklärt Meik Beuter. Denn erst stand es noch garnicht fest, ob es mit einem Flug am Donnerstag noch klappen würde - aus Zeitgründen.

Zwischenlandung auf dem Acker

Während die beiden in der Kälte bibbern, vernimmt man plötzlich das Rotorengeräusch des Hubschraubers. Mit einer eleganten Linkskurve dreht er ein und landet kurz auf einem Acker neben der Gasstation. In geduckter Haltung steigen Meik Beuter und Daniel Röße ein. Daniel Röße sitzt vorne, neben der Pilotin. Gleich werden sich die erstellten Pläne des 26-jährigen bewähren und den beiden Monteuren die Luftkontrolle erleichtern. Dann starten die Turbinen auch schon wieder durch und der Hubschrauber hebt ab, um 100 Kilometer Leitung zu begutachten.

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