Wisente sind für Wölfe eine sehr gefährlich Beute

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1 Der Wolf ist ein Raubtier, der Wisent ein potenzielles Beutetier. Wie verhalten sich Wisente gegenüber Wölfen?

Wölfe sind zwar im Rudel auch in der Lage größere Tiere zu erbeuten, aber eine Wisentherde mit ausgewachsenen Tieren von je mindestens 500 Kilogramm anzugreifen, ist selbst für Wolfsrudel sehr riskant. Ausgewachsene Wisente gehören daher nicht zur Beute eines Wolfes, sondern nur eines größeren Rudels. Allerdings teilen sich Wisent und Wolf den gleichen Lebensraum, wie es auch heutzutage noch in manchen Regionen Ost-Europas der Fall ist. Um ihre kleinen Kälber zu schützen, nimmt eine Wisentherde ihre Nachkommen bei Gefahr in ihre Mitte und bildet eine so genannte Wagenburg. So bilden sie eine „lebende Schutzwand“, an die sich auch ein einzelner Wolf nicht heran traut. Dieses Verhalten konnten wir bei der freilebenden Wisentherde im Rothaargebirge z.B. bei den durchgeführten Drückjagden mit Hundeeinsatz beobachten. Je näher die Hundemeuten kamen, umso dichter wurde die Wagenburg.

2 Können die frei lebenden Wildrinder durch die Anwesenheit eines Fressfeindes scheuer werden?

Bei Anwesenheit von Beutegreifern muss die Wisentherde besser auf ihre Kälber achten. Darum ist durchaus anzunehmen, dass die hiesigen Wisente sich wachsamer verhalten und schneller auf potenzielle Gefahr reagieren.

3 Welche Auswirkung hat die Wolf-Sichtung auf ihre Arbeit als Trägerverein des Auswilderungsprojektes?

Die Wolfssichtung wird das öffentliche Interesse an der Wiederansiedlung hier ehemals heimischer Tierarten sicherlich steigern. Das kann auch für unser Projekt konstruktiv sein. Für unser operatives Geschäft wird die Sichtung keinerlei Auswirkungen haben.

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