Gesundheit

Wittgenstein: Darum wird Hautkrebsvorsorge immer wichtiger

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Bei der Hautkrebs-Früherkennung ist noch viel Luft nach oben: Die Teilnahmeraten im Kreis Siegen-Wittgenstein sind nach wie vor zu gering. Foto: AOK/hfr..

Bei der Hautkrebs-Früherkennung ist noch viel Luft nach oben: Die Teilnahmeraten im Kreis Siegen-Wittgenstein sind nach wie vor zu gering. Foto: AOK/hfr..

Foto: AOK/hfr / WP

Siegen-Wittgenstein.  Mehr Menschen gehen zur Früherkennung und das ist richtig, weil die Zahlen für lebensbedrohlichen Hautkrebs stark steigen. Wir haben die Zahlen.

Das Hautkrebs-Screening wird im Kreis Siegen-Wittgenstein wieder mehr genutzt, ist aber immer noch auf einem sehr geringen Niveau. Der Negativtrend wurde damit gestoppt. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. Danach gingen im vergangenen Jahr 12,1 Prozent der AOK-Versicherten im Kreis Siegen-Wittgenstein zur ärztlichen Früherkennung von Hautkrebserkrankungen, in 2020 waren es lediglich 10,7 Prozent.

Der Anteil der Frauen lag mit 54,8 Prozent höher als der der Männer (45,2 Prozent). „Trotz der jetzt steigenden Zahlen bleibt die Entwicklung besorgniserregend. Denn bei der Hautkrebs-Früherkennung ist noch viel Luft nach oben. Die Teilnahmeraten sind weiterhin zu gering“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider.

Schnelles Handeln ist wichtig

Dabei ist es wichtig, Hautkrebs so schnell wie möglich zu behandeln: Denn Hautkrebs ist fast immer heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird. „Wir raten dazu, unbedingt die kostenfreien Angebote der gesetzlichen Krankenkassen zur Hautkrebs-Früherkennung zu nutzen“, so Schneider. Durch das HautkrebsScreening ist es möglich, bereits Frühstadien von Hautkrebs zu erkennen. Das ist umso wichtiger, da Hautkrebs zunächst keine Beschwerden verursacht.

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Das Hautkrebs-Screening ist eine rein visuelle Untersuchung der gesamten Haut. Der Arzt sucht dabei den Körper von Kopf bis Fuß auf verdächtige Pigmentmerkmale ab wie zum Beispiel Muttermale, Leberflecken oder Altersflecken. Da die Haut so gut zugänglich ist wie kein anderes menschliches Organ, sind die verschiedenen Krebsarten bereits im Frühstadium gut zu finden. Die gefährlichste Hautkrebsart ist der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom).

Heller Hautkrebs

Aber auch die hellen Hautkrebsarten (Basalzellkarzinom und Stachelzellkarzinom) sollten möglichst frühzeitig behandelt werden, denn dann ist die Krankheit fast vollständig heilbar. „Es ist wichtig, die Chance der frühen Diagnostik zu nutzen“, rät Schneider. Das Hautkrebs-Screening übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre für ihre Versicherten vom 35. Geburtstag an.

Die AOK NordWest bietet ihren Versicherten als Mehrleistung das Hautkrebs-Screening bereits im Alter von 20 Jahren an. Größter Risikofaktor für Hautkrebs ist zu viel und zu starke UV-Strahlung. Daher sollte im Freien immer an ausreichenden Sonnenschutz durch Sonnencremes mit UV-A- und UV-B Filter mit Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 30) oder Sonnenschutzkleidung gedacht werden.

33 Prozent mehr lebensbedrohliche Hautkrebsfälle

Die Zahl der Erkrankungen an Hautkrebs ist nach Erkenntnissen der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in den vergangenen zehn Jahren in Nordrhein-Westfalen deutlich gestiegen. Wie die Krankenkasse am Donnerstag auf Basis von Versichertendaten mitteilte, nahmen die Erkrankungen an dem bösartigen und lebensbedrohlichen schwarzen Hautkrebs in NRW zwischen 2011 und 2021 um rund 33 Prozent zu.

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