Forschung

Wittgensteinerin erhält königliche Förderung in Schweden

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Die in Bad Berleburg geboren und aufgewachsene Algenforscherin Dr. Sophie Steinhagen wird für ihre Forschungsarbeit durch den schwedischen König  Carl XVI. Gustaf  ausgezeichnet.

Die in Bad Berleburg geboren und aufgewachsene Algenforscherin Dr. Sophie Steinhagen wird für ihre Forschungsarbeit durch den schwedischen König  Carl XVI. Gustaf  ausgezeichnet.

Foto: Lars Masonit

Stockholm/Bad Berleburg.  Der Schlüssel für viele Zukunftstechnologien liegt im Meer. Das macht Dr. Sophie Steinhagens Forschung deutlich.

Am vergangenen Freitag gab das schwedische Königshaus in einer Pressemitteilung bekannt, zwölf herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 0mit einem königlichen Stipendium zu unterstützen. Zu den Stipendiatinnen und Stipendiaten gehört auch die in Bad Berleburg geboren und aufgewachsene Algenforscherin Dr. Sophie Steinhagen.

Seit 2019 arbeitet die 30-Jährige am Institut für Meeresforschung der Universität in Göteborg. Dort erforscht die Wissenschaftlerin Möglichkeiten und Potenziale nachhaltigen Algenanbaus, zum Beispiel für Lebensmittel, Biokraftstoffe und Plastikalternativen.

Berleburg, Kiel, Göteborg

Vor ihrer Forschungsarbeit in Schweden war Steinhagen am GEOMAR - Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel tätig; ihr Masterstudium der Biologie schloss sie an der Justus-Liebig-Universität Gießen ab.

„Algen sind einer der wertvollsten Rohstoffe unserer Zukunft. Die Forschung an ihnen und der zunehmende Einsatz in der Wirtschaft sind wegweisend für eine nachhaltigere Entwicklung“, so Steinhagen. „Diese Förderung der Algenwissenschaft ist also ein wirklich schönes Zeichen der Wertschätzung durch das schwedische Königshaus, und ich freue mich bereits jetzt auf die Veranstaltung.“

Nachhaltigkeit als Ziel der Förderung

König Carl XVI. Gustaf verleiht das Stipendium im Zuge des 50. Jubiläumsfonds seiner König Carl XVI. Gustaf Stiftung für Forschung, Technik und Umwelt. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Forschung, technologischer Entwicklung und Unternehmertum, die zur nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen und zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen.

Zum Stipendium wird ein Preisgeld von 85.000 schwedischen Kronen, also umgerechnet etwa 8.380 Euro, verliehen.

Die offiziellen Feierlichkeiten finden am 8. Dezember im königlichen Schloss in Stockholm statt. Der schwedische König wird die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler persönlich empfangen und ihnen die Stipendien überreichen.

Hintergrund

Der Fond wurde 1996 gegründet, um den 50. Geburtstag des schwedischen Königs zu feiern.

König Carl XVI. Gustaf ist bekannt für seinen Einsatz für Natur- und Umweltschutz, und aktuell der am längsten regierende Monarch Schwedens. Er regiert in Schweden seit 1973.

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