Natur & Umwelt

Womelsdorf: Der Startschuss zur Flurbereinigung fällt

Das Womelsdorfer Wehr kämpft mit den Fluten.

Foto: Rainer Wunderlich

Das Womelsdorfer Wehr kämpft mit den Fluten. Foto: Rainer Wunderlich

Womelsdorf.   Zentrales Ziel des Verfahrens: bessere land- und forstwirtschaftliche Verhältnisse. Eine Million Euro Fördermittel dazu kommen vom Land NRW.

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Das NRW-Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz hat der Einleitung des Flurbereinigungsverfahrens Womelsdorf zugestimmt. Wohl zum Jahresende werden dafür Fördermittel von etwa einer Million Euro bereitgestellt. Erndtebrücks Bürgermeister Henning Gronau begrüßt den „Startschuss“. Ferner akzeptiere man im Rathaus den Wunsch Birkefehls, bei dem Verfahren nicht mitzumachen.

Bürgermeister: Gewinn für die Landwirtschaft

Die genannte Fördersumme deckt nach Angaben der Bezirksregierung in Arnsberg 80 Prozent der Ausführungskosten, den Rest trägt die Gemeinde Erndtebrück. Das sei auch so gewollt, betont Gronau, schließlich sei die Bereinigung „ein absoluter Gewinn für die Landwirtschaft“. Im Übrigen habe sich die Gemeinde erfolgreich „dafür stark gemacht“, dass die kompletten Fördermittel auch ohne die Beteiligung Birkefehls in den Bereich Womelsdorf/Birkelbach fließen.

Mit dem Verfahren könnte noch in diesem Jahr begonnen werden, so die Bezirksregierung, nachdem die Betroffenen 2016 „intensiv beteiligt“ worden seien, „um die vielfältigen Interessen der landwirtschaftlichen Betriebe und Eigentümer zu ermitteln und ihnen gerecht zu werden“.

Gewässerschutz und Dorfentwicklung

Dazu fanden je eine Versammlung für Bürger und Bewirtschafter sowie ein Workshop unter Leitung der Bezirksregierung statt. Eines der Ergebnisse: die weitgehende Herausnahme der Gemarkung Birkefehl aus dem rund 1090 Hektar großen Flurbereinigungsgebiet.

Schwerpunkt des Verfahrens sind bessere land- und forstwirtschaftliche Verhältnisse. Vor allem soll das Wegenetz an die Erfordernisse einer modernen Bewirtschaftung angepasst werden. Dabei würde nach Ansicht der Bezirksregierung auch die Besitz- und Eigentumsstruktur verbessert, soweit dies nötig sei. Ziele sind ferner der Natur- und Gewässerschutz, etwa durch die Ausweisung eines geschützten Uferrandstreifens an der Eder. Und: Es können im Verfahren Maßnahmen zur Dorfentwicklung begleitet werden.

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