Wohnungsmarkt

WSG setzt in Wittgenstein weiter auf energetische Sanierung

Knapp 2,9 Millionen Euro investierte die WSG 2016 in ihre Immobilien.

Foto: Dieter Assmann

Knapp 2,9 Millionen Euro investierte die WSG 2016 in ihre Immobilien. Foto: Dieter Assmann

Wittgenstein.   Die Wohnungsgenossenschaft legt ihren Fokus auf Maßnahmen zur Instandhaltung und Senkung des Energieverbrauchs. Demografie ist wegweisend.

Wohnen ist ein Grundbedürfnis und sich darum zu kümmern bringt eine große Verantwortung mit sich: Marc Hofmann, Vorstandsmitglied der Wohnungsgenossenschaft Wittgenstein (WSG) sieht die Genossenschaft dahingehend gut aufgestellt. Bei der WSG-Versammlung am Donnerstagabend konnte er den Mitgliedern im Berleburger Bürgerhaus am Marktplatz positive Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 vorlegen – unter anderem eine vier prozentige Dividende für die Mitglieder.

Das Angebot

Die WSG konzentriert sich auch zukünftig auf die Instandhaltung und die energetische Sanierung ihrer insgesamt 1282 Immobilien (Häuser, Wohnungen und Garagen). Dabei variiert das Wohnungsangebot vom Einzimmer-Appartement bis zur Vierzimmer-Wohnung. „Das Ziel ist eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung unserer Mitglieder“, so Hofmann.

Die Herausforderungen

Klar ist aber auch, dass sich der Wohnungsmarkt dringend auf die demografische Entwicklung einstellen muss. Stichwort: Barrierefreiheit. Ziel sei es deswegen, einen Wohnungsmix zu schaffen, der den unterschiedlichen Lebensformen gerecht werde. „Wir sorgen für eine kontinuierliche Aufwertung unserer Immobilien, so dass sich die WSG gut auf dem regionalen Markt positionieren kann“, so Hofmann weiter.

Die Ergebnisse

Folgende Zahlen gehen aus dem aktuellen Bericht hervor:

2,89 Millionen Euro hat die WSG 2016 in ihre Wohnobjekte investiert. Dazu zählten unter anderem Instandhaltungsarbeiten, vor allem nach einem Mieterwechsel (mehr als 1,5 Millionen Euro). Im Fokus der Modernisierung standen Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs (rund 1,38 Millionen Euro).


4,65 Euro kostete der Quadratmeter durchschnittlich. Damit ist der Preis im Vergleich zu 2015 um fünf Cent angestiegen. „Die Mietanpassungen passieren immer in Absprache mit dem Mieter und nach vorangehender Modernisierung“, erklärt Hofmann.


103 Mitglieder kündigten 2016 ihre Mietverträge. Das entspricht einer Fluktuationsquote von 11,1 Prozent und liegt damit wieder unter dem Vorjahreswert von 12,19 Prozent. Absolut hat sich die Fluktuation um zehn Fälle verringert.


2,07 Prozent – damit ist die Leerstandsquote vom historischen Tiefststand in 2015 (0,98 Prozent) wieder angewachsen. Insgesamt waren 19 nutzbare Wohnungen am Jahresende 2016 nicht vermietet. „Aktuell stehen allerdings nur noch acht Wohnungen leer, von denen fünf auch schon wieder einen Nachmieter gefunden haben“, sagte Hofmann gestern.


2,7 Millionen Euro sollen im Jahr 2017 für Instandhaltungen und Modernisierungen ausgegeben werden. Auch für das kommende Geschäftsjahr rechnet die WSG mit einem positiven Wirtschaftswachstum.

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