Bad Laasphe

Zehn weitere Windkraftanlagen

Ein Monteur genießt die Aussicht nach erfolgreicher Montage der Rotorblätter des 3. Bad Laaspher Windrades. Mit freundlichen Grüßen Dieter Haßler Bad Laasphe - Rückershausen

Ein Monteur genießt die Aussicht nach erfolgreicher Montage der Rotorblätter des 3. Bad Laaspher Windrades. Mit freundlichen Grüßen Dieter Haßler Bad Laasphe - Rückershausen

Foto: WP

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Bad Laasphe. Zehn Windkraftanlagen möchte die Wörrstadter Projektentwicklungs-Gesellschaft „juwi“ bereits im kommenden Jahr westlich von Fischelbach im sogenannten Windpark „Jagdberg“ errichten. Die inzwischen konkreten Planungen stellte Dipl. Ing Patrick Körner aus der Essener Regionalniederlassung am Mittwochabend im Bad Laaspher Bauausschuss Politik sowie einigen interessierten Bürgern vor und stellte sich den Fragen der Ausschussmitglieder.

Genehmigungsrechtlich spielen der Bauausschuss der Stadt Bad Laasphe und der Stadtrat bei diesem Projekt eine untergeordnete Rolle, da die Kommune bislang noch keine Vorrangzonen für Windkraft ausgewiesen hat. Die noch durch die Stadt zu bekundende „Einvernehmlichkeit“ ist bei privilegierten Bauvorhaben reine Formsache, das Planungsrecht dann bei Kreis und Land liegt. Den Bauantrag nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSch) hat „juwi“ bereits am 31. Juli 2013 eingereicht. Laut Körner rechnet „juwi“ bis Februar 2014 mit einer Genehmigung. Baubeginn werde dann unmittelbar nach der Genehmigungserteilung sein.

Erschlossen werden sollen die Flächen, die mehreren von Henning Graf Kanitz

vertretenen privaten Eigentümern und dem Land NRW gehören, über das Gonderbachtal bei Fischelbach. Von dort aus reihen sich die Anlagen in einem weiten Bogen wie eine Perlenkette zwischen Bernshausen uns Sohl auf. Der Sohl ist dann mit einem Abstand von 550 Metern am nächsten an einer Anlage gelegen. Der Anschluss an das Stromnetz des bereits per Vorvertrag gesicherten Abnehmers „e-on“ erfolgt über eine zwölf Kilometer lange Trasse in Herbertshausen. Das Bauvolumen schätzt „juwi“ auf 6,5 Mio. Euro für Erschließung und Errichtung je Anlage. Das heißt 65 Mio. werden investiert.

Steuergeschenke in Aussicht

Außerdem habe es Vorgespräche mit der Stadt Bad Laasphe bzw. der neu gegründeten Energiegenossenschaft über eine Bürgerbeteiligung am Windpark gegeben. Weiterhin deutete Körner an, dass die Stadt Wörrstadt als Unternehmenssitz der „juwi“ üblicherweise einen Gewerbesteueranteil von 30 Prozent aus Windparks in anderen Orten bekomme. Wörrstadt könne sich aber einen Teilverzicht vorstellen, so dass 90 Prozent der Gewerbesteuern aus dem Windpark in Bad Laasphe blieben.

Zahlen und Fakten

Die juwi-Gruppe plant bis zu zehn Windkraftanlagen im Windpark „Jagdberg“.

Dabei sollen Vestas V-112-Anlagen mit einer Nennleistung von je drei Megawatt errichtet werden. Die Jahresgesamt Leistung reicht, um 12.000 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Die Anlagen haben eine Nabenhöhe von 140 Metern und einen Rotodurchmesser von rund 112 Metern.

Anlagen diesen Typs sind auch im Windpark der Wittgenstein New Energy in Bad Laasphe.

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