Schuljubiläum

Zur großen Feier Zeitreise im Gymnasium Schloss Wittgenstein

Die Schüler der Projektgruppe „Raumfahrt in den sechziger Jahren“ präsentieren ihre Nebelkammer.

Die Schüler der Projektgruppe „Raumfahrt in den sechziger Jahren“ präsentieren ihre Nebelkammer.

Foto: Lisa Klaus / WP

Bad Laasphe.  Das Schlossgymnasium in Bad Laasphe feiert mit einem großen Schulfest sein 60-jähriges Bestehen.

Im Physikraum des Bad Laaspher Schlossgymnasiums ist gerade Apollo 11 gelandet, gleich steigt Neil Armstrong aus dem Modul und betritt als erster Mensch den Mond. Gleich nebenan stehen der elfjährige Tim und der zwölfjährige Mika und erklären die Nebelkammer, die sie aufgebaut haben.

Um sich und die Schule anlässlich des großen Jubiläums zu präsentieren, haben die Schüler der verschiedenen Jahrgangsstufen in zahlreichen Projektgruppen zu für bestimmten Themen recherchiert und dementsprechend einen Klassenraum gestaltet. Das Raumschiff haben einige Schüler mit ihrer Projektgruppe unter der Leitung von Physiklehrer Klaus Hofmann selbst gebaut – Planen und blaues Licht sollen die Enge in einem solchen Gefährt simulieren.

Schüler mit Feuereifer dabei

„Die Schule wird 60 Jahre alt, deshalb haben wir uns für die Raumfahrt der sechziger Jahre als Projekt entschieden“, sagt Hofmann. Aus dem hinteren Teil des Physikraums/Raumschiffs ist die Stimme Neil Armstrongs zu hören – auf einer

Leinwand werden alte NASA-Aufnahmen gezeigt, darunter auch die der ersten Mondlandung. „Für die jüngeren Schüler waren die Experimente neu und alle waren mit Feuereifer dabei, alles aufzubauen“, erklärt Hofmann.

Nebelkammer, natürliche Radioaktivität, und Vakuumtechnik im Raumschiff – und direkt nebenan ein Catwalk, denn: Am

Donnerstag können Besucher der Jubiläumsfeier durch die Jahrzehnte reisen. Schülerinnen präsentieren auf dem Laufsteg die Mode aus den siebziger oder auch achtziger Jahren. Dazu mussten die Schülerinnen den Stil der Jahrzehnte recherchieren und machten sich dann auf die Suche nach passender Kleidung – in Hallenberg wurden sie in einem Kostümfundus fündig.

Hotel für die Bienen gebastelt

Im Wald fündig wurden hingegen die Teilnehmer des Bienen-Projekts. Unter der Leitung von Biologie-Referendarin Sonja Berstermann sammelten insgesamt zwölf Mädchen und Jungen Tannenzapfen, Stöcke, Stroh und Holz, um daraus ein Insektenhotel für Bienen zu bauen. „Die einzelnen Bauteile für ein Insektenhotel gibt es zwar auch im Baumarkt zu kaufen, aber das ist qualitativ nicht so gut“, betont Lehrerin Kathrin Graf.

Später soll das Insektenhotel auf dem Schulgelände aufgestellt werden und die Schüler hoffen, dass es von den Bienen angenommen wird. Für zuhause haben die Schüler kleine Versionen des Insektenhotels gebastelt. „Die Idee zu dem

Projekt hatte Sonja Berstermann, denn Bienen sind ja ein großes Thema“, ergänzt Graf. Zusätzlich warten auf die Besucher in dem Raum ein Quiz rund um die Biene.

Mädchen erst später erlaubt

Lernen können die Gäste der Jubiläumsfeier auch etwas über das Leben der Frauen in den fünfziger Jahren – das Jahrzehnt , in dem die Schule gegründet wurde und noch keine Mädchen erlaubte. So erklärten die Projektgruppenteilnehmerinnen, was Abtreibung und Sexualmoral für die Frauen vor 50 Jahren bedeutete, zeigten auch die Unterschiede zur Situation der Frauen in der DDR auf und verglichen die Lage mit der heutigen.

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