Zwei Jahre in der Gefriertrocknung

„Trockener Kahlkopf“, „Wurzelnder Schleim-Rübling“ oder „Flockenstiehliger Hexen-Röhrling“ – manche Namen der Pilze könnten Furcht einflößen, dabei sind viele (die ersten beiden nicht!) hervorragend zum Verzehr geeignet.

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„Trockener Kahlkopf“, „Wurzelnder Schleim-Rübling“ oder „Flockenstiehliger Hexen-Röhrling“ – manche Namen der Pilze könnten Furcht einflößen, dabei sind viele (die ersten beiden nicht!) hervorragend zum Verzehr geeignet.

Und wie sind sie ins Bad Laaspher Museum gekommen? Schon vor rund 40 Jahren bot die Kurverwaltung mit dem Burbacher Hobby-Mykologen Heinrich Lücke Pilz-Wanderungen rund um die Lahnstadt an. Das Interesse war groß, und die Idee für das Museum war geboren.

Der größte Teil der Exponate kam aus der Sammlung des Kölner Dr. Markus Hallermeier, der die Gefriertrocknung echter Pilzfruchtkörper erfolgreich praktiziert hatte und damit den Laasphern die Möglichkeit bot, auch sehr kleine Arten mit feinen Merkmalen wie der sichtbaren Lamellenstruktur im Museum zu präsentieren. So ist von den etwa 4000 in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen Pilzarten rund ein Viertel der Arten mit Informationen zu Speisewert, Ökologie und Gefährdung im Museum ausgestellt. Es bietet damit jedem Naturfreund – vom Laien bis zum Pilzfachmann – eine einmalige Gelegenheit, sich mit den verschiedenen Pilzarten vertraut zu machen. Fast 90 Prozent der Arten stammen aus der heimischen Region von Marburg bis Schmallenberg, von Siegen bis Frankenberg.

Übrigens: Die Gefriertrocknung nutzt Museumsleiter Volker Walther heute noch, wenn er neue Pilze in die Sammlung aufnimmt. Zurzeit liegen gerade frische Speisemorcheln auf Eis.

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