Videotalk / Folge 147

Linken-Politikerin Wagenknecht warnt vor digitalem Impfpass

Lesedauer: 2 Minuten
cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 147

cv19 – die DUB-Chefvisite / Folge 147

Linken-Politikerin Wagenknecht warnt vor digitalem Impfpass: „Daten liegen auf Servern amerikanischer Konzerne“ / Bürgern mehr vertrauen / Logistik im Ausnahmezustand

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Essen.   Sahra Wagenknecht sieht den digitalen Impfpass kritisch: „Daten liegen auf Servern amerikanischer Konzerne“, sagt sie im Videocast.

Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht kritisiert den digitalen Impfpass. „Alles, was auf dem Smartphone gespeichert ist, liegt auf den Servern amerikanischer Konzerne und kann von Algorithmen ausgewertet werden“, sagt Wagenknecht im Videocast „19 – die Chefvisite“. Dabei seien „Gesundheitsdaten besonders sensibel“.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat am Donnerstag die deutsche Version des EU-weiten digitalen Impfzertifikats vorgestellt. Wagenknecht fordert eine „europäische Plattform“, auf der Daten sicher ausgetauscht werden können. Allerdings habe sie Verständnis für Bürger, die das Angebot nutzen wollten: „Das vereinfacht vieles“, so Wagenknecht.

Essener Klinikchef Werner: Bürgern mehr vertrauen!

In der Debatte um möglicherweise gefälschte Impfnachweise mahnt der Chef der Uniklinik Essen, Professor Jochen A. Werner, mehr Vertrauen in die Bürger an. „Man muss nicht immer gleich an Betrügereien denken“, sagt Werner in der Sendung. Es gehe darum, die „Menge von nur auf Papier dokumentierten Impfungen nun zügig zu digitalisieren“. „Die Menschen werden ungeduldig“, sagt Werner mit Blick auf mögliche Wartezeiten bei Urlaubsreisen über europäische Grenzen hinweg und Wartezeiten bei der Kontrolle.

Schenker: Ausnahmezustand in der Logistik durch Corona

Von einem Ausnahmezustand in der Logistik zu Corona-Zeiten berichtet der Verantwortliche für globale Innovationen des Transportkonzerns Schenker, Erik Wirsing, im Videocast. „Wir sind seit 14, 15 Monaten daueragil und improvisieren“, sagt Wirsing.

Viele Warenströme hätten sich gedreht, zum Beispiel sei Ausrüstung wie Monitore für das Homeoffice weitaus gefragter als vor Corona. „Man muss immer schauen, wie es in anderen Ländern aussieht“, betont Wirsing. Nachdem unlängst die Havarie des Containerfrachters „Ever Given“ im Suezkanal globale Transporte behindert habe, drohten neue Probleme durch strenge Hygienemaßnahmen nach einem Corona-Ausbruch in der südchinesischen Region Shenzen.

Bei „19 – die Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Am Freitag, den 11. Juni, sind die Fachanwältin für Arbeitsrecht, Nicole Mutschke, und der Chef des Telekommunikationsanbieters Pascom, Mathias Pasquay, als Talk-Gäste dabei.

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