Corona-Pandemie

Corona in NRW: Zahl der Neu-Ansteckungen fast verdoppelt

| Lesedauer: 5 Minuten
Stiko empfiehlt an Omikron-Varianten angepassten Impfstoff für Auffrischung

Stiko empfiehlt an Omikron-Varianten angepassten Impfstoff für Auffrischung

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat die neuen, an die Omikron-Varianten angepassten Corona-Impfstoffe als Auffrischungsimpfung empfohlen. Entscheidender als die Wahl des konkreten Impfstoffs ist nach Ansicht der Impfexperten aber, dass sich die Menschen überhaupt impfen und sich insbesondere boostern lassen. Mit der Empfehlung ändert sich für die Zielgruppen nichts.

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NRW.   Das RKI meldet am Donnerstag 16.323 Corona-Neuinfektionen in NRW - fast doppelt so viele wie vor einer Woche. Sieben-Tage-Inzidenz: 338,6.

  • Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW wird am Donnerstag (29. September) mit 338,6 angegeben (bundesweit: 409,9).
  • 16.323 Neuinfektionen in NRW hat das RKI gemeldet. Zum Thema springen ↓
  • Wie ist die Inzidenz in meinem Kreis? Zum Thema springen ↓
  • 2484 Corona-Infizierte werden in NRW-Kliniken behandelt (Stand 29. September). Zum Thema springen ↓
  • Impfungen: 81,7 Prozent der Menschen in NRW sind mindestens einmal geimpft. 79,4 Prozent der Menschen in NRW haben eine Zweitimpfung, 65,5 Prozent sind einmal geboostert und 12,9 Prozent haben eine vierte Impfung erhalten. Zum Thema springen ↓
  • Weltweite Daten zur Pandemie finden Sie auch in unserem Corona-Monitor.

Hinweis: NRW meldet seit Ende Juni seine Fallzahlen nur noch von Montag bis Freitag an das RKI. Am Wochenende und an Feiertagen gibt es keine neuen Daten. Das bedeutet, dass an einem Montag überproportional viele Fälle gemeldet werden und es zu statistischen Verzerrungen kommt. Wir haben uns daher dazu entschlossen, diesen Artikel nur noch im Wochenrhythmus zu aktualisieren.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Infektionen ist inzwischen nur noch eine Kennziffer unter mehreren, aber nicht mehr der entscheidende Richtwert für Schutzmaßnahmen in der Pandemie. In diesem Artikel finden Sie Angaben zu verschiedenen Bereichen wie der Anzahl der Patienten in den Krankenhäusern oder die Altersstruktur der Infizierten. Auch den Impffortschritt in NRW stellen wir grafisch dar.


Corona in NRW: RKI zählt 16.323 Neuinfektionen

Die Corona-Fallzahlen in NRW sind Daten des Robert-Koch-Instituts zufolge um 16.323 angestiegen und liegen nun bei insgesamt 6.802.807.

In ganz Deutschland wurden 78.863 neue Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind es damit 33.216.006 (Stand: 29. September, 0 Uhr).

Im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion meldete das RKI in NRW am Donnerstag 29 neue Todesfälle. Damit sind in Nordrhein-Westfalen insgesamt 27.440 Menschen seit Beginn der Pandemie gestorben. Bundesweit starben 149.808 Menschen (+94).

Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW liegt bei 338,6 (bundesweit: 409,9).

Corona-Zahlen in NRW im Vergleich zur Vorwoche

Am vergangenen Donnerstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW bei 232.8 – ein Zuwachs von 106. Bundesweit lag der Wert vor einer Woche bei 281.1.

Vor vier Wochen betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag in NRW 296.9. Seitdem ist die Inzidenz um 42 gestiegen. In ganz Deutschland lag der Wert vor vier Wochen bei 237.0.


Die Sieben-Tage-Inzidenzen in NRW

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es im Kreis Euskirchen mit einem Wert von 505,4 (Stand: Donnerstag). Gestern lag der Wert bei 459,2 (+46,2). Den niedrigsten Inzidenzwert meldet das RKI für die Stadt Krefeld mit 76,2 (-2,2).

In Bonn ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um +119,9 am stärksten gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert im Rhein-Sieg-Kreis (-22,8).

Die meisten Neuinfektionen hat das Gesundheitsamt des Kreis Recklinghausen gemeldet (923). Dahinter folgen Köln (883), Dortmund (645) und Bonn (516).

Die Angaben liefern nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig modelliert in regelmäßigen Abschnitten einen R-Wert – auch für die Bundesländer. Ein Wert geringer als 1 beschreibt, dass jeder Infizierte im Schnitt weniger als eine weitere Person ansteckt. Das Pandemiegeschehen nimmt also ab. Ein Wert höher als 1 bedeutet, dass sich das Virus ausbreitet.


Grafik: Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung


Corona NRW: Situation in den Kliniken und auf Intensivstationen

In den nordrhein-westfälischen Kliniken sind aktuell 4832 der 5636 Intensivbetten belegt. 804 Betten sind noch frei. Das entspricht 14,3 Prozent. (Stand: 27. September). Dem RKI zufolge sollte der Anteil der freien Intensivbetten einen Wert von 10 Prozent nicht unterschreiten. Diese Marke gelte als Grenzwert, ab dem Kliniken noch in der Lage sind zu reagieren.

  • 2 484Covid-Patienten im Krankenhaus
  • davon 175 auf der Intensivstation
  • davon 53 mit Beatmung

(Stand: 28. September)

Mehr Details finden Sie in unserem interaktiven Klinik-Monitor.


Impfungen in NRW: 81,7 Prozent mindestens einmal geimpft

Das RKI gibt die Zahl der in NRW insgesamt verabreichten Impfdosen mit 42.377.380 an. Für das gesamte Bundesland ergeben sich folgende Impfquoten:

  • Erste Impfung: 81,7 Prozent
  • Zweite Impfung: 79,4 Prozent
  • Dritte Impfung: 65,5 Prozent
  • Vierte Impfung: 12,9 Prozent

Zum Vergleich: Die Quote der Erstimpfungen in Deutschland liegt bei 77,9 Prozent (Zweitimpfung: 76,3 Prozent, Booster: 62,2 Prozent, vierte Impfung: 9,4 Prozent).

Das Robert Koch-Institut weist darauf hin, dass nicht alle Impfungen verzeichnet werden können. Anhand von Befragungen zur Impfbereitschaft geht das RKI davon aus, dass die Quoten bis zu fünf Prozentpunkte höher liegen können.

Hier finden Sie Informationen zur Corona-Impfung:

Anmerkung: Mitunter variieren die Angaben des RKI und aus den Städten und Kreisen. Die unterschiedlichen Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. Außerdem ist montags bzw. nach Feiertagen die Zahl der Neuinfektionen in der Regel geringer als an anderen Wochentagen, da in den Kommunen am Wochenende bzw. Feiertagen weniger getestet wird oder die Gesundheitsämter keine neuen Zahlen melden.

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