Corona-Überblick

Corona NRW: Inzidenz sinkt leicht, aber 183 neue Todesfälle

FFP2-Masken-Pflicht gegen Corona? Das sagt Virologe Dittmer

In Bayern soll es in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr eine FFP2-Masken-Pflicht geben. Macht das Sinn? Virologe Dittmer im Interview.

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Essen.   NRW hebt die 15-Kilometer-Regel für vier Hotspot-Regionen auf. Das RKI verzeichnet fast 1700 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Der Überblick.

  • Die Corona-Fallzahlen in NRW sind laut Robert-Koch-Institut um 1679 gestiegen (Stand Dienstag, 0 Uhr).
  • In ganz Deutschland wurden 11.369 neue Fälle gemeldet.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in NRW nach Angaben des RKI bei 117,7 und ist damit leicht gesunken (Vortag: 121,0).
  • Die Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil von Weihnachten bis kurz nach dem Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.
  • Lesen Sie dazu auch: Warum der gesunkene Inzidenzwert trügerisch ist

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  1. Wie viele Neuinfektionen hat das RKI in NRW gemeldet? Zum Thema ↓
  2. Wie war die Lage vor einer und vor vier Wochen? Zum Thema ↓
  3. Wo in NRW ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch? Zum Thema ↓
  4. Wie ist die Situation in den Krankenhäusern? Zum Thema ↓
  5. Wie weit sind die Impfungen in NRW vorangeschritten? Zum Thema ↓


Corona in NRW: Rund 453.500 Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie

"Die Infektionszahlen gehen in NRW kontinuierlich nach unten", erklärte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Montag auf einer Pressekonferenz. "Die Zahlen sind zwar auf einem hohen Niveau, gehen aber in die richtige Richtung."

Die Corona-Fallzahlen in NRW sind Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge um 1679 angestiegen und liegen nun bei insgesamt 453.576 (Stand: Dienstag, 0 Uhr; Vortag: 451.898). In ganz Deutschland wurden 11.369 neue Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind es damit 2.052.028 (Stand Dienstag 0 Uhr, Montag: 2.040.659).

Das RKI registrierte 183 weitere Todesfälle in NRW. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie in Nordrhein-Westfalen demnach 9306 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben (Stand: Dienstag, 0 Uhr.)

Laut Dr. Hans-Albert Gehle, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, sind bisher zehn bis 15 Fälle der Corona-Mutation nachgewiesen worden, "die alle mit einer Reisetätigkeit zusammenhängen", erklärte Gehle.


Coronazahlen letzte Woche und letzten Monat

Am vergangenen Dienstag lag die Zahl der bis 0 Uhr gemeldeten Neuinfektionen in NRW bei 2301 (bundesweit: 12.802).

Vor vier Wochen waren am Dienstag bis 0 Uhr in NRW 4579 neue Infektionen gemeldet worden (bundesweit: 19.528).


Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenzen für Städte und Kreise

Die Sieben-Tage-Inzidenz für NRW ist den aktuellen Daten zufolge wieder leicht gesunken und liegt nun bei 117,7 (Vortag: 121,0), wie das Robert Koch-Institut am Dienstag bekannt gab. Das bedeutet, dass sich in einer Woche rechnerisch 117 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert haben. Damit ist die Inzidenz noch immer weit entfernt vom angestrebten Wert unter 50.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es in Bielefeld mit einem Wert von 238,2 (Stand: Dienstag). Gestern lag der Wert bei 283,1 (-44,9). Dahinter folgen Bottrop (184,6), Gelsenkirchen (180,6), der Kreis Warendorf (176,4) sowie die Kreise Höxter (167,6) und Minden-Lübbecke (157,9). Nur noch eine Stadt liegt mit dem Inzidenzwert über der Marke von 200. Die Zahl der "Extrem-Hotspots" ist damit in den vergangenen Tagen kontinuierlich zurückgegangen.

Am niedrigsten ist die Inzidenz in Coesfeld (59,4) und Münster (51,4).

In Krefeld ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um 31,2 gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert in Bielefeld (-44,9). Die meisten Neuinfektionen hat die Stadt Düsseldorf gemeldet (250). Dahinter folgen Gelsenkirchen (127), der Kreis Heinsberg (124) und der Kreis Mettmann (111).

Keine neuen Fälle gemeldet haben der Ennepe-Ruhr-Kreis, Essen, der Kreis Minden-Lübbecke und Oberhausen.

Grundsätzlich: Die Angaben des RKI und aus den Städten bzw. Kreisen variieren oft . Die unterschiedlichen Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. Die Zahl der Neuinfektionen laut RKI in einer Stadt umfasst also mitunter die Infektionen mehrerer Tage

Die in mehreren Kreisen verhängte 15-Kilometer-Regel wird am 19. Januar wieder aufgehoben: Am späten Montagabend wurde eine neue Corona-Regionalverordnung veröffentlicht, die nun keine konkreten Kreise oder kreisfreien Städte mehr nennt. Nun ist nur noch von „gesondert zu bestimmenden Gebietskörperschaften“ die Rede.

Bis Montag durfte man sich in den betroffenen Kreisen Höxter, Minden-Lübbecke, Recklinghausen und im Oberbergischen Kreis nur 15 Kilometer von seinem Wohnort entfernen. Auch von außen war der Zugang begrenzt. Die neue Verordnung - ab Dienstag (19. Januar) gültig - beinhaltet weiter die Möglichkeit, den Bewegungsradius einzugrenzen. Als Kriterium gilt ein besonderes, nicht auf eine bestimmte Einrichtung eingrenzbares Infektionsgeschehen.


Covid-19-Patienten: 84 Prozent der Intensivbetten in NRW belegt

Auch in den NRW-Krankenhäusern ist die Lage weiter angespannt: Laut DIVI-Intensivregister werden 919 Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt, 542 davon müssen beatmet werden. In NRW gibt es aktuell noch 1030 freie Intensivbetten, das sind fast 16 Prozent der Bettenkapazität. (Stand: Montag, 12.15 Uhr)

Mehr Details finden Sie in unserem interaktiven Klinik-Monitor.


Impfungen gegen Coronavirus in NRW laufen

Seit Ende Dezember sind in Nordrhein-Westfalen bereits rund 272.000 Coronaschutzimpfungen (Erstimpfungen) durchgeführt worden, am Montagabend sollten es laut Prognosen des NRW-Gesundheitsministeriums um die 298.000 sein. Der Schwerpunkt lag zunächst ausschließlich bei den Bewohnerinnern und Bewohnern sowie den Beschäftigten der stationären Pflegeeinrichtungen. Dort wird nun mit den Zweitimpfungen begonnen.

Ab Anfang Februar nehmen dann auch die Impfzentren in den Städten den Betrieb auf. Als erstes erhalten Menschen über 80 Jahren das Angebot, sich impfen zu lassen. Sie müssen sich jedoch auf lange Wartezeiten für einen Termin einstellen – die Rede ist von bis zu zehn Wochen.

Zwischen den Daten, die das Gesundheitsministerium und das Robert-Koch-Institut zum Impf-Fortschritt veröffentlichen, gibt es mitunter Abweichungen. Ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums sagte dazu: „Die Daten des RKI-Impfquotenmonitorings bilden nur einen Teil des bisherigen Impfgeschehens ab. Ursache dafür ist, dass die Meldungen zum Impfgeschehen teilweise mit einigem Verzug übermittelt werden.“

Lockdown verschärfen? Bund und Länder tagen am Dienstag

Bund und Länder haben die bestehenden Lockdown-Regeln bis mindestens zum 31. Januar verlängert sowie noch strengere Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich beschlossen. So sind private Treffen nur noch mit einer einzelnen Person außerhalb des eigenen Hausstandes möglich, plus betreute Kinder. Lesen Sie hier, welche Regeln seit Montag, 11. Januar, in NRW gelten. Am Dienstag, 19. Januar, tagen Bund und Länder erneut und entscheiden über mögliche weitere Verschärfungen der Maßnahmen.

Das nordrhein-westfälische Kabinett hat am 6. Januar in einer Sondersitzung entschieden, wie es an Kitas und Schulen in der Corona-Krise weiter geht:

Die 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen sollen komplett zu Hause unterrichtet werden – bis zur Klasse sechs gibt es aber eine Notbetreuung. Diese Maßnahmen gelten zunächst bis Ende Januar. » Corona in NRW: Ab 11. Januar Distanzunterricht für alle Schüler

In den Kindertagesstätten in NRW gibt es nur noch einen eingeschränkten Pandemie-Betrieb – die Kitas bleiben aber grundsätzlich geöffnet. Finanz- und Familienministerium in NRW haben angekündigt, den betroffenen Familien die Kita-Beiträge im Januar zu erstatten. » Kitas in NRW bleiben offen – Kinder sollen aber nicht kommen

Seit dem 16. Dezember ist das öffentliche Leben in Deutschland heruntergefahren.

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