Corona-Überblick

Corona in NRW: 2256 neue Fälle, in Duisburg allein 141

Virologe Dittmer: Schweden ist den falschen Weg gegangen

Virologe Dittmer beantwortet Fragen zur aktuellen Lage. Unter anderem geht es um Antigen-Tests vor Weihnachten, Übersterblichkeit und Schweden.

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Essen.   2256 Corona-Neuinfektionen zählt das RKI am Montag für NRW. Im Wochenvergleich ist die Zahl stark gesunken. Die Lage im Überblick.

  • 2256 Corona-Neuinfektionen in NRW hat das Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages registriert (Stand: Montag, 0 Uhr).
  • In Deutschland zählte das RKI 11.169 neue Corona-Infektionen an einem Tag. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Beginn der Pandemie hat die Million überschritten.
  • 17 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 sind in NRW gemeldet worden. Damit sind es nun 3435 Todesfälle allein in NRW.
  • Solingen liegt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 294,5 in NRW auf Platz 1 vor Duisburg (244,6).

Corona in NRW: Weniger Neuinfektionen als vor einer Woche

260.646 Corona-Fälle (Stand: Montag, 0 Uhr) hat das Robert-Koch-Institut (RKI) seit Beginn der Pandemie für NRW registriert, im Vergleich zum Vortag kamen 2256 Neuinfektionen dazu – in ganz Deutschland waren es 11.169 neue Fälle.

Im Wochenvergleich hat die Zahl der Neuinfektionen in NRW abgenommen: Montag vor einer Woche (23.11.) meldete das RKI 3908 neue Fälle für NRW. Da an den Wochenenden in den Kommunen aber weniger getestet wird oder Neufälle nicht gemeldet werden, sind die Zahlen weitaus niedriger als an Werktagen.

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Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es in Solingen mit einem Wert von 294,5 (Stand: 30.11.). Am Vortag lag der Wert bei 261,2 (+33,3). Platz zwei in der Liste belegt aktuell Duisburg mit 244,6.

Corona in NRW: Viele Neuinfektionen in Duisburg und Düsseldorf

In Krefeld ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag stark gestiegen, nämlich um 42,6. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert im Kreis Unna (-47,6).

Die meisten Neuinfektionen wurden im Rhein-Sieg-Kreis gemeldet (204). Dahinter folgen Köln (165), Duisburg (141) und Düsseldorf (112).

Keine neuen Fälle gemeldet haben der Kreis Borken, der Kreis Coesfeld, Gelsenkirchen, Hagen, der Kreis Heinsberg, Mülheim an der Ruhr, der Oberbergische Kreis, der Kreis Paderborn, die Städteregion Aachen und Wuppertal.

Hinter den Null-Meldungen dürften Übermittlungsprobleme oder Meldeverzögerungen stecken: Die Stadt Herne beispielsweise teilt mit, am Samstag 29 neue Fälle ans RKI gemeldet zu haben. Dort wurden sie aber offensichtlich nicht registriert.

Die Angaben des RKI und aus den Städten bzw. Kreisen variieren mitunter. Unterschiedliche Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. An Sonn- und Montagen werden zudem meist weniger Neuinfektionen gemeldet, weil es durch das Wochenende in Behörden zu einem Meldeverzug kommen kann.

Corona in NRW: Acht Städte und Kreise mit Inzidenz über 200

Schon seit Wochen gelten alle 53 Städte und Kreise in NRW als Corona-Risikogebiet, weil dort die Risikostufe von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage überschritten ist.

Bei der ersten Welle im Frühjahr war dies nie der Fall: Während die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche im Frühjahr NRW-weit nie über 50 lag, steht sie am Montag bei 147,5. Anfang November hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mit 177,9 ihren vorläufigen Höchststand erreicht.

In acht Großstädten und Landkreisen liegen die Inzidenzwerte am Montag über 200: Solingen (294,5), Duisburg (244,6), Lippe (229,1), Kreis Recklinghausen (209,4), Hagen (209,3), Hamm (206,2), Bielefeld (204,1) und der Kreis Wesel (200,4).

Neun Städte und Kreise haben aktuell eine Inzidenz unter 100, den niedrigsten Wert meldet Münster mit 53,6.

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt, dass in „Extrem-Hotspots“ mit Inzidenzwerten über 200 noch einmal "besondere Maßnahmen" greifen sollen – welche, das entscheiden die Länder. Unter anderem solle für Schüler ab der 8. Klasse auch „Hybridunterricht“ möglich sein, also eine Mischung aus Distanz- und Präsenzunterricht, erklärte NRW-Ministerpräsident Laschet.

Corona: Das ist die Lage in den NRW-Krankenhäusern

Auch in den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen ist die Lage sehr viel angespannter als noch im Frühjahr, wie auch aus einem Bericht des NRW-Gesundheitsministeriums an den Landtag hervorgeht. Demnach lag zum Beispiel die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern zum Höhepunkt am 14. April bei 2101 Menschen – am Freitag lagen laut Statistik der Landesregierung NRW 4.193 an Covid 19 erkrankte Menschen im Krankenhaus.

Auch auf den Intensivstationen hat die Zahl der Corona-Patienten das bisherige Rekordhoch aus dem April übertroffen. Nach Zahlen des "DIVI-Intensivregisters" werden aktuell 963 Patienten mit Covid-19 auf Intensivstationen in NRW behandelt (Stand Montag, 6.13 Uhr). Mitte April waren es 657. Aktuell müssen 579 Corona-Patienten auf Intensivstationen in NRW beatmet werden.

Laut Gesundheitsministerium ist eine „deutliche Verengung“ der freien Kapazitäten festzustellen. Aufgrund lokaler Ausbrüche müssten sich auch immer wieder Krankenhäuser vorübergehend als nicht mehr aufnahmebereit abmelden. Aktuell sind rund 81 Prozent der Intensivbetten in Nordrhein-Westfalen belegt.

Corona: Lockdown bis Ende Dezember verlängert

Seit dem 2. November gilt für ganz Deutschland ein "Lockdown Light": Zahlreiche Betriebe geschlossen, zudem gelten strenge Kontaktbeschränkungen. Welche Regeln in NRW im Einzelnen gelten, lesen Sie hier.

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