Corona-Überblick

Corona in NRW: Inzidenz von 65,8 - Erste Lockerungen greifen

Lesedauer: 7 Minuten
Überblick: Ab Montag Lockdown-Lockerungen in NRW

Ab dem 8. März wird es Lockdown-Lockerungen geben. Außerdem haben Bund und Länder auf dem Corona-Gipfel am Mittwoch einen Öffnungsplan entwickelt.

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Essen.   Corona in NRW: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Montag bei 65,8. Trotz Lockdown greifen ab heute die ersten Lockerungen. Der Corona-Überblick:

  • Die Zahl der Corona-Infektionen in NRW ist Daten des Robert-Koch-Instituts zufolge um 849 angestiegen (Stand Montag, 0 Uhr).In ganz Deutschland wurden 5011 neue Fälle gemeldet.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz für NRW liegt bei 65,8 (Vortag: 65,1).

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  1. Wie viele Neuinfektionen hat das RKI in NRW gemeldet? Zum Thema ↓
  2. Wie war die Lage vor einer und vor vier Wochen? Zum Thema ↓
  3. Wo in NRW ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch? Zum Thema ↓
  4. Wie ist die Situation in den Krankenhäusern? Zum Thema ↓
  5. Wie weit sind die Impfungen in NRW vorangeschritten? Zum Thema ↓


Corona in NRW: 849 neue Fälle beim RKI gemeldet

Die Corona-Fallzahlen in NRW sind Daten des Robert-Koch-Instituts zufolge um 849 angestiegen und liegen nun bei insgesamt 544937 (Vortag: 544088).

In ganz Deutschland wurden 5011 neue Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind es damit 2505193 (Stand Montag 0 Uhr, Sonntag: 2500182).


Coronazahlen vergangene Woche und letzten Monat

Am vergangenen Montag lag die Zahl der bis 0 Uhr gemeldeten Neuinfektionen in NRW bei 804 (bundesweit: 4732).

Vor vier Wochen waren am Montag bis 0 Uhr in NRW 813 neue Infektionen gemeldet worden (bundesweit: 4535).


Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenzen für Städte und Kreise

Die Sieben-Tage-Inzidenz für NRW gibt das Robert Koch-Institut am Sonntagmorgen mit 65,8 an, etwas höher als gestern (65,1). Das bedeutet, dass sich in NRW innerhalb einer Woche rechnerisch rund 65 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert haben.

Bundesweit meldet das RKI eine gestiegene Wocheninzidenz von 68.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es im Kreis Düren mit einem Wert von 128,5 (Stand: Montag). Gestern lag der Wert bei 132,6 (-4,1).

Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenz in Kleve steigt

Im Kreis Kleve ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um +17,0 gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert im Rheinisch-Bergischen Kreis (-8,5).

Die meisten Neuinfektionen hat der Rhein-Kreis Neuss gemeldet (69). Dahinter folgen der Kreis Kleve (62), der Kreis Mettmann (43) und Essen (41).

Keine neuen Fälle gemeldet haben der Kreis Borken, Bottrop, Gelsenkirchen, der Kreis Heinsberg, Herne, Krefeld, der Kreis Lippe, Mülheim an der Ruhr, der Kreis Paderborn, der Rhein-Sieg-Kreis, der Kreis Viersen und Wuppertal.

Grundsätzlich: Die Angaben des RKI und aus den Städten bzw. Kreisen variieren oft . Die unterschiedlichen Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. Die Zahl der Neuinfektionen laut RKI in einer Stadt umfasst also mitunter die Infektionen mehrerer Tage. Außerdem ist montags die Zahl der Neuinfektionen meist geringer als an anderen Wochentagen, da in den Kommunen am Wochenende weniger getestet wird.


In NRW sind laut DIVI-Intensivregister 4866 von insgesamt 5779 Intensivbetten belegt. 591 Menschen werden aktuell mit einer Covid 19-Erkrankung auf der Intensivstation behandelt, 338 davon beatmet. Mehr Details finden Sie in unserem interaktiven Klinik-Monitor.


Impfungen in Priorisierungsgruppe 2 sollen am 8. März starten

In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher (Stand: Samstag, 6. März) insgesamt 1.503.084 Corona-Schutzimpfungen verabreicht worden (allerdings bekommen alle Geimpften jeweils zwei Impfdosen). Seit 8. Februar haben die Impfzentren in den Städten den Betrieb aufgenommen. Als erstes wurden Menschen über 80 Jahren geimpft, außerdem medizinisches Personal aus besonders kritischen/gefährdeten Bereichen.

Am 8. März sollen erste Impfungen in der „Priorisierungsgruppe 2“ beginnen. Davon würden zunächst Erzieher, Lehrer an Grund- und Förderschulen, Polizisten sowie Bewohner und Beschäftigte in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen profitieren, sagte NRW-Gesundheitsminister Laumann.

Coronaregelungen in NRW verlängert – leichte Lockerungen

Die NRW-Landesregierung hat die bestehenden Coronaverordnungen an die auf der letzten Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin gefassten Beschlüsse angepasst. In NRW bleiben die Regelungen der Coronaverordnungen im Wesentlichen bestehen.

Seit dem 22. Februar sind zunächst Grund- und Förderschüler der Primarstufe im Wechselmodell und mit halbierter Klassenstärke zurück in den Klassenräumen. Das gilt auch für Jahrgänge, die vor ihrem Schulabschluss stehen.

Die Kindertagesstätten in NRW sind seit dem 22. Februar wieder für alle Kinder geöffnet, dies jedoch weiterhin nur in einem eingeschränkten Regelbetrieb. NRW-Familienminister Joachim Stamp machte im Familienausschuss des Landtags am Donnerstag wenig Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zum Regelbetrieb. Bei einem sprunghaften Anstieg der Infektionen seien auch regionale Schließungen möglich.

Aktivitäten auf Sportanlagen im Freien sind wieder erlaubt, wenn höchstens zwei Personen zusammen trainieren - wie etwa beim Tennis. Sind nur Personen aus einem Hausstand gemeinsam aktiv, dürfen auch mehr als zwei Menschen gemeinsam Sport treiben.

In Musikschulen darf wieder Einzelunterricht erteilt werden - allerdings nur für Kinder bis ins Grundschulalter. Bau- und Gartenmärkte dürfen wieder Gemüsepflanzen und Saatgut sowie nötiges Zubehör verkaufen. Das übrige Sortiment der Märkte darf für die Kunden aber nicht angeboten werden.

Lockdown verlängert bis 28. März - erste Lockerungen vereinbart

Bei ihren Beratungen über die Corona-Maßnahmen haben Bund und Länder am 3. März vereinbart, den Lockdown grundsätzlich bis zum 28. März zu verlängern. Allerdings soll es je nach Infektionslage viele Öffnungsmöglichkeiten geben. Vereinbart wurde eine stufenweise Öffnungsstrategie mit Notbremse: Führen einzelne Lockerungen zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen in einer Region, werden automatisch alle Erleichterungen wieder gestrichen.

Ab dem 8. März soll in NRW das Shoppen nach Terminvereinbarung möglich sein. Beim Modell des "Click and meet" wird eine der Verkaufsfläche entsprechende Anzahl an Kunden nach vorheriger Terminbuchung für einen fest begrenzten Zeitraum zugelassen. Dabei ist eine Dokumentation zur Kontaktnachverfolgung vorgesehen. "Das Ziel ist ein Kunde pro 40 Quadratmeter", erläuterte Laschet bei der Vorstellung der Bund-Länder-Beschlüsse nach der zehnstündigen Video-Konferenz. Die Terminbuchung kann allerdings auch direkt an der Ladentür ausgemacht werden. Der Termin muss nicht zwingend vorab telefonisch reserviert werden.

Bundesweit waren auch Öffnungen von Buchläden, Blumenläden und Gartencentern verabredet worden.

1. Öffnungsschritt (seit 1. März)

  • Schulen (individuelle Regeln je Land)
  • Kitas
  • Friseure
  • (+ regionale Öffnungen)

2. Öffnungsschritt (ab 8.März)

  • Buchhandlungen, Blumengeschäfte, Gartenmärkte (1 Kunde pro 10 bzw. 20 qm, abhängig von der Verkaufsfläche)
  • Körpernahe Dienstleistungen (zum Teil mit tagesaktuellem Test)
  • Fahr- und Flugschulen (mit tagesaktuellem Test)

3. Öffnungsschritt (ab 8. März, nach Inzidenz)

unter 50:

  • Einzelhandel (1 Kunde pro 10 bzw. 20 qm, abhängig von Verkaufsfläche)
  • Museen/Galerien/Zoos/botanische Gärten/Gedenkstätten
  • Außen-Sport max. 10 Personen, kontaktfrei

50-100:

  • Termin-Shopping im Einzelhandel (1 Kunde pro 40 qm, Terminbuchung)
  • Museen/Galerien/Zoos/botanische Gärten/Gedenkstätten (mit Terminbuchung und Dokumentation)
  • Individualsport außen, max 5 Personen aus 2 Haushalten (bzw. max 20 Kinder)

4. Öffnungsschritt (14 Tage später, frühestens 22. März)

unter 50:

  • Außengastronomie
  • Theater/Konzert- und Opernhäuser/Kinos
  • Sport (kontaktfrei innen, Kontaktsport außen)

50-100:

Jeweils mit tagesaktuellem Schnell- oder Selbsttest.

  • Außengastronomie (mit vorheriger Terminbuchung
  • Theater/Konzert- und Opernhäuser/Kinos
  • Sport (kontaktfrei innen, Kontaktsport außen)

5. Öffnungsschritt (14 Tage später, frühestens 5. April)

unter 50:

  • Freizeitveranstaltungen im Außenbereich (max 50 Teilnehmende)
  • Kontaktsport innen

50-100:

  • Einzelhandel (1 Kunde pro 10 bzw. 20 qm, abhängig von Verkaufsfläche)
  • Sport (kontaktfrei innen, Kontaktsport außen) - ohne Test

Weitere Schritte (MPK 22. März)

  • Entscheidung über die weiteren Bereiche Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen, Reisen und Hotels
  • Unter Berücksichtigung Testen, Impfen, Virusmutation und weiteren Faktoren

Lesen Sie hier, welche Regeln aktuell in NRW gelten.

In Bussen und Bahnen sowie beim Einkauf ist weiterhin ein medizinischer Mund-Nase-Schutz Pflicht, FFP2-Masken sind ebenfalls möglich. Nicht mehr zugelassen im ÖPNV und Geschäften sind Alltagsmasken.

Seit dem 16. Dezember ist das öffentliche Leben in Deutschland heruntergefahren.

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