Corona-Lage

Corona NRW: 2803 Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 135,5

Lesedauer: 7 Minuten

Virologe Dittmer über harten Lockdown und private Kontakte

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Sollten die Maßnahmen verschärft werden? Virologe Dittmer über Lockdown-Diskussionen und die Frage, ob stärkere Kontaktbeschränkungen helfen.

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Essen.   Die Corona-Inzidenz in NRW steigt weiter. 46 der 53 Städte und Kreise liegen mittlerweile wieder über dem Wert 100. Alle Zahlen im Überblick.

  • Die Zahl der Corona-Infektionen in NRW ist Daten des Robert-Koch-Instituts zufolge um 2803 gestiegen (Stand Dienstag, 0 Uhr).
  • In ganz Deutschland wurden 10.810 neue Fälle gemeldet.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz für NRW ist erneut gestiegen auf 135,5.
  • Die Zahl der Todesfälle ist in NRW um 68 gestiegen.

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  1. Wie viele Neuinfektionen hat das RKI in NRW gemeldet? Zum Thema ↓
  2. Wie war die Lage vor einer und vor vier Wochen? Zum Thema ↓
  3. Wo in NRW ist die Sieben-Tage-Inzidenz besonders hoch? Zum Thema ↓
  4. Wie ist die Situation in den Krankenhäusern? Zum Thema ↓
  5. Wie weit sind die Impfungen in NRW vorangeschritten? Zum Thema ↓


Corona in NRW: 2803 neue Fälle beim RKI gemeldet

Die Corona-Fallzahlen in NRW sind Daten des Robert-Koch-Instituts zufolge um 2803 gestiegen und liegen nun bei insgesamt 652.744.

In ganz Deutschland wurden 10.810 neue Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind es damit 3.022.323 (Stand Dienstag 0 Uhr).

In NRW sind gestern 68 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben. Seit Beginn der Corona-Pandemie waren dies insgesamt 14.655 Todesfälle in NRW (Stand Dienstag, 0 Uhr)

Die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW stieg von 130,7 auf 135,5 (bundesweit: 140,9, gestern 136,4).

Das RKI weist darauf hin, dass die Zahlen nach wie vor durch Verzögerungen über die Ostertage verfälscht sein können. Erst Mitte dieser Woche sei wieder mit verlässlicheren Zahlen zu rechnen.


Coronazahlen vergangene Woche und letzten Monat

Am vergangenen Dienstag lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in NRW bei 1988, in ganz Deutschland waren es 6885 neue Fälle.

Vor vier Wochen waren am Dienstag in NRW 1256 neue Infektionen gemeldet worden (bundesweit: 5480).


Corona in NRW: Sieben-Tage-Inzidenzen für Städte und Kreise

Die rechnerische Sieben-Tage-Inzidenz für NRW liegt nach RKI-Angaben am Dienstag bei 135,5. Das bedeutet, dass sich in NRW innerhalb einer Woche rechnerisch 135 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert haben.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es in Remscheid mit einem Wert von 247 (Stand: Dienstag). Gestern lag der Wert bei 255,1 (-8,1). Den niedrigsten Inzidenzwert meldet das RKI für den Kreis Höxter mit 67,7 (+0,0).

In Mülheim an der Ruhr ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag um 72,1 gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist der Wert im Kreis Siegen-Wittgenstein (-19,1).

Die meisten Neuinfektionen hat das Gesundheitsamt des Kreises Mettmann gemeldet (201). Dahinter folgen Köln (171), Gelsenkirchen (150) und der Rheinisch-Bergische Kreis (132).

In jeder Stadt und in jedem Kreis wurden neue Fälle an das RKI gemeldet (Stand 0 Uhr).

Notbremse soll ab einem Inzidenzwert von 100 gelten

Ab einem Inzidenzwert von 100 soll die "Notbremse" gezogen werden. Dann sollen Lockerungen zurückgenommen werden und das öffentliche Leben wieder stärker eingeschränkt werden. Mehrere Kommunen suchen aber nach Wegen, um die Notbremse zu umgehen. Die betroffenen Kreise und kreisfreien Städte dürfen Ausnahmen für Menschen mit tagesaktuellem negativem Schnelltest erlauben.In NRW haben aktuell 46 der 53 Städte und Kreise eine Inzidenz höher als 100.

Grundsätzlich: Die Angaben des RKI und aus den Städten und Kreisen variieren oft. Die unterschiedlichen Werte resultieren aus zeitlichen Verzögerungen in der Meldekette. Die Zahl der Neuinfektionen laut RKI in einer Stadt umfasst also mitunter die Infektionen mehrerer Tage. Außerdem ist montags die Zahl der Neuinfektionen meist geringer als an anderen Wochentagen, da in den Kommunen am Wochenende weniger getestet wird.


Corona NRW: Situation in den Kliniken und auf Intensivstationen

In den nordrhein-westfälischen Kliniken sind aktuell 5485 der 6399 Intensivbetten belegt. 914 Betten sind noch frei. Das entspricht gerundet 14,3 Prozent. (Stand: 12.04.2021, 12.15 Uhr).

Die Intensivstationen sind wieder so voll wie Ende Januar. Mehr Details finden Sie in unserem interaktiven Klinik-Monitor.


Corona NRW: Zweitimpfung für unter 60-Jährige mit mRNA-Impfstoffen

Die höchste Impfquote gibt es in Hagen (18,7 Prozent). Auf Platz 2 liegt die Stadt Bonn (18,1 Prozent), gefolgt vom Kreis Olpe (17,9 Prozent). Schlusslicht ist der Rhein-Sieg-Kreis mit einem Anteil von 9,3 Prozent. Die Angaben beziehen sich darauf, wie viele Menschen mindestens eine erste Impfdosis erhalten haben. Grundlage sind Daten der Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein (Stand: 09.04.) und Westfalen-Lippe (Stand: 09.04.).

Bei den Zweitimpfungen liegt die Stadt Bonn vorn mit einem Anteil von 6,9 Prozent. Die geringste Zweitimpfquote hat aktuell der Kreis Siegen-Wittgenstein (4,1 Prozent).

Seit Ende März wird der Impfstoff von Astrazeneca nur noch für Menschen über 60 Jahren verimpft: Nach mehreren Thrombosefällen wurde die Impfung mit dem Vakzin für jüngere Menschen ausgesetzt.

Zuletzt wurde bekannt, dass es einen anderen Impfstoff für die zweite Dosis bei Astrazeneca-Geimpften geben soll: Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten haben, sollen nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für die zweite Impfung auf einen sogenannten mRNA-Impfstoff umsteigen.

Corona-Regeln in NRW: Keine neuen Lockerungen in Sicht - Notbremse nötig?

Die Schulen sind nach den Osterferien vorerst mit Distanzunterricht gestartet. Präsenzunterricht gibt es nur für Abschlussjahrgänge. Dies gilt vorerst bis zum 16. April. Die Abiturprüfungen starten wie geplant am 23. April.

Lockdown bis zum 18. April verlängert

Der derzeitige Lockdown wird bis zum 18. April verlängert. Darauf haben sich die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin in den Beratungen vom 22. März geeinigt. Der für den 12. April geplante Corona-Gipfel von Bund und Ländern wurde abgesagt, stattdessen soll es einheitliche Regeln zur Pandemie-Bekämpfung geben. Welche neuen Regeln bald gelten könnten.

Die Details zum Corona-Gipfel lesen Sie hier:

In Bussen und Bahnen sowie beim Einkauf ist weiterhin ein medizinischer Mund-Nase-Schutz Pflicht, FFP2-Masken sind ebenfalls möglich. Nicht zugelassen im ÖPNV und Geschäften sind Alltagsmasken.

Seit dem 16. Dezember ist das öffentliche Leben in Deutschland heruntergefahren.

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