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Eine neue Zeitrechnung - und niemand weiß, wie sie aussieht – Der Wahl-Newsletter der WAZ

Hier entstehen Teile des WAZ-Wahl-Newsletters. Überschrift = Betreff, Fließtext = Editorial.

die Parteien und ihr Führungspersonal befinden sich im Schlussspurt. Wenige Tage vor der Bundestagswahl weist alles darauf hin, was schon seit Wochen geschrieben und gesagt wird: Mit dem Ende der Ära Merkel beginnt eine neue politische Zeitrechnung, von der noch niemand weiß, wie sie aussehen wird. Klar ist, dass es bis zum Schluss spannend bleibt und keiner vorauszusagen wagt, in welcher Farbkombination Deutschland künftig regiert wird. Sehr viel spricht dafür, dass ein Dreierbündnis notwendig sein wird, um die Mehrheit im Bundestag zu erreichen.

Ob SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz am Ende als der Sieger dastehen wird, den die Wahlumfragen seit Wochen ausweisen, ist alles andere als sicher. Aufgrund der in den vergangenen Jahrzehnten stetig gesunkenen Parteienbindung und der noch großen Unentschlossenheit vieler Wählerinnen und Wähler, von denen viele erst in der Wahlkabine ihre Entscheidung treffen, gilt das Rennen ums Kanzleramt weiterhin als offen. So oder so aber wird feststehen, dass Unionskanzlerkandidat Armin Laschet und die CDU/CSU keinen erfolgreichen Wahlkampf geführt haben, um es höflich auszudrücken. Da dürfte im Unionslager nach diesem Sonntag einiges aufzuarbeiten sein.

Aber so weit ist es noch nicht. Jetzt sind erst einmal die Wählerinnen und Wähler gefragt, sich an der Wahl zu beteiligen und damit von ihrem vornehmsten Recht Gebrauch zu machen. Sonntagabend wissen wir mehr.

Ihr Andreas Tyrock
WAZ-Chefredakteur