Umweltzone soll Feinstaubbelastung in den Städten senken

Durch die Errichtung von Umweltzonen in deutschen Ballungsräumen soll die Feinstaubbelastung durch Kraftfahrzeuge reduziert werden.

Um die Einhaltung der Luftgrenzwerte für Stickstoffoxid und Feinstaub in deutschen Städten gewährleisten zu können, verabschiedete die Bundesregierung im Oktober 2006 die „Verordnung zum Erlass und zur Änderung von Vorschriften über die Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge“. Diese ermöglicht deutschen Kommunen seitdem in Ballungsräumen sogenannte Umweltzonen einzurichten, um die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Die Umweltzonen dürfen nur von Kraftfahrzeugen mit entsprechender Euro-Abgasnorm und Katalysator oder Rußfilter befahren werden. Kraftfahrzeuge werden seither in vier unterschiedliche Schadstoffgruppen eingeteilt, von denen drei Gruppen durch farbige Aufkleber gekennzeichnet sind. Diese müssen gut sichtbar an der Windschutzscheibe des Fahrzeuges angebracht werden. Das Befahren einer Umweltzone ohne entsprechende Feinstaubplakette kann ein Bußgeld von 40 Euro und einen Punkt in der Verkehrssünderdatei in Flensburg nach sich ziehen. Bis heute sind die Umweltzonen stark umstritten, da in einigen wissenschaftlichen Studien die Verbesserung der Luftqualität nicht eindeutig erkennbar war.