Vor der Hauptversammlung

Bei Uniper soll Entlastung des Vorstands verschoben werden

Das Uniper-Kraftwerk in Gelsenkirchen-Scholven.

Das Uniper-Kraftwerk in Gelsenkirchen-Scholven.

Foto: Hans Blossey

Düsseldorf.  Bei der Hauptversammlung will Hauptaktionär Fortum die Entlastung verschieben lassen. Seit dem Einstieg liegen Manager und Fortum im Clinch.

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Beim Düsseldorfer Kraftwerksbetreiber Uniper treffen sich die Eigentümer am Mittwoch zur Hauptversammlung. Erstmals dabei ist der neue Hauptaktionär Fortum, der knapp 50 Prozent der Aktien hält. Der finnische Konzern liegt seit seinem Einstieg bei Uniper im Clinch mit dessen Managern und will ihre Entlastung durch die Hauptversammlung verschieben lassen.

Fortum ist derzeit durch eine Entscheidung der russischen Behörden daran gehindert, seine Beteiligung an Uniper auf über 50 Prozent aufzustocken. Die Finnen haben den Uniper-Vorstand im Verdacht, hinter dieser Anordnung zu stecken. Fortum halte es «nicht für angemessen, den Vorstand zu entlasten, solange unsere Bedenken nicht ausgeräumt wurden», hatte der Konzern am Dienstag mitgeteilt. Vorstand und Aufsichtsrat von Uniper haben die Vorwürfe wiederholt als falsch zurückgewiesen.

Der aus dem Eon-Konzern hervorgegangene Kraftwerksbetreiber ist einer der größten Stromerzeuger in Europa. Das Management hatte sich lange gegen die Übernahme durch Uniper gewehrt. Der bisherige Vorstandschef Klaus Schäfer sowie Finanzvorstand Christopher Delbrück scheiden Ende des Monats endgültig aus ihren Ämtern aus. Ein neues Management um den ehemaligen Thyssenkrupp-Manager Andreas Schierenbeck soll die Beziehung zu Fortum dann auf eine neue Grundlage stellen. (dpa)

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