Zugreisen

Deutsche Bahn erhöht wieder Fahrpreise im Fernverkehr

Die Deutsche Bahn gilt als chronisch unpünktlich. Wir zeigen vier Fakten rund um die Pünktlichkeit auf den deutschen Schienen.

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Berlin  Wie auch 2017 steigen die Ticketpreise bei der Deutschen Bahn wieder im Dezember. Vor allem Pendler und Vielfahrer müssen mehr zahlen.

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Kurz vor Weihnachten ist es wieder soweit: Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember erhöht die Deutsche Bahn die Fahrpreise im Fernverkehr um durchschnittlich 0,9 Prozent – wie schon im vergangenen Jahr.

Fahrscheine zum vollen Preis (Flexpreis) werden in der ersten und der zweiten Klasse im Durchschnitt 1,9 Prozent teurer, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Wer seine Reise bis zum 8. Dezember bucht, fährt noch zu den alten Preisen.

Für Bahnreisende ist das die zweite schlechte Nachricht innerhalb einer Woche. Erst am 1. Oktober war bekannt geworden, dass die Bahn wichtige ICE-Strecken sperren muss. Das Sanierungsprojekt wird den bundesweiten Zugverkehr bis ins Jahr 2023 behindern. Diese Strecken sind von der Vollsperrung betroffen .

Das müssen Bahnkunden nun wissen:

• Wie viel mehr müssen Bahnkunden bezahlen?

Das hängt ganz davon ab, welches Ticket man kauft. Weiterhin gibt es Aktionsangebote als sogenannte Sparpreise ab 23,90 Euro, außerdem die im August eingeführten Fahrscheine zum Supersparpreis ab 19,90 Euro.

Fahrkarten zum vollen Preis, dem sogenannten Flexpreis, werden dagegen im Schnitt in beiden Klassen um 1,9 Prozent teurer.

Die Bahncards 25 und 50, für die es 25 und 50 Prozent Rabatt auf das jeweilige Ticket gibt, kosten so viel wie bisher, ebenso die Platzreservierung (4,50 Euro).

• Wen treffen die Erhöhungen besonders?

Wer kurzfristig in den Zug steigt, zahlt oft mehr, weil er keinen Sparpreis nutzen kann. Wer sogar ohne Ticket losfährt und beim Zugbegleiter nachlöst, dem brummt die Bahn in Zukunft einen Aufschlag von 19 Euro auf – bisher waren es 12,50 Euro.

Streckenzeitkarten für Vielfahrer werden im Schnitt 2,9 Prozent teurer. Die Bahncard 100, mit der häufig Geschäftsleute pauschal alle Züge ein Jahr lang nutzen dürfen, kostet in der zweiten Klasse nun 4395 Euro (plus 125 Euro), in der ersten Klasse 7439 Euro (plus 214 Euro).

Was darf ein Fahrkartenkontrolleur?

• Wie viel zahle ich künftig auf meiner Strecke?

Auch hier kommt es darauf an. Für die im Dezember eröffnete Schnellfahrstrecke München-Berlin etwa liegt der Flexpreis in der zweiten Klasse bei 153 Euro statt bisher 150 Euro (plus 2,0 Prozent).

Von Frankfurt nach Hamburg sind mit 128 Euro künftig zwei Euro mehr zu zahlen (plus 1,6 Prozent). Die Strecke Köln-München kostet 150 Euro statt bisher 147 Euro (plus 2,0 Prozent).

• Wann können Kunden Bahntickets für Weihnachten und Silvester kaufen?

Fahrscheine für Weihnachten und Silvester können Bahn-Reisende ab 16. Oktober kaufen. Ab diesem Tag ist der neue Winterfahrplan der Deutschen Bahn buchbar.

• Was verbessert sich mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember?

Die Deutsche Bahn baut ihr Angebot auf beliebten Routen aus.

Schnellfahrstrecke Berlin-München: Künftig sollen fünf statt drei Sprinterzüge pro Tag und Richtung mit knapp vier Stunden Fahrzeit unterwegs sein. Außerdem fährt dort nun auch der ICE 4, die jüngste Generation des Hochgeschwindigkeitszuges.

Strecke Berlin-Wien: Ab Dezember wird täglich ein ICE nach Wien und zurück fahren. Fahrzeit: knapp acht Stunden.

Neue Eurocity-Verbindung von Berlin nach Breslau und Krakau in Polen.

Strecke Düsseldorf-Stuttgart mit Direktverbindungen über den Frankfurter Flughafen: Statt 11 künftig 14 Fahrten pro Tag und Richtung

(dpa/jha)

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