Umfrage

Mehr Deutsche haben zum Jahresstart ihr Konto überzogen

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Das macht die SCHUFA

Das macht die SCHUFA

Wer einen Kredit aufnimmt, oder eine Wohnung mietet, der wird um eine Bonitätsauskunft gebeten. Diese wird bei der SCHUFA eingeholt. Doch wer ist die SCHUFA und was macht sie? Alle Informationen dazu finden Sie hier ...

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Berlin.  Zum neuen Jahr stehen eine Reihe an Ausgaben an. Viele Konten sind dabei offenbar ins Minus gerutscht, wie eine neue Umfrage zeigt.

Ein Blick auf den Kontostand kann zum Jahresstart für viele Haushalte ernüchternd sein. Der Dezember ist ein traditionell ausgabenstarker Monat, zum Jahresstart buchen viele Versicherer, aber auch Vereine und Organisationen ihre Jahresbeiträge ab. Wer nicht aufpasst, kann schnell ins Minus rutschen.

Und das ist einer neuen Umfrage zufolge auch in diesem Jahr wieder vielen passiert. Zum Jahresbeginn 2022 haben sich deutlich mehr Deutsche verschuldet als noch vor einem Jahr. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Langzeitbefragung durch das Marktforschungsunternehmen Civey im Auftrag des Kreditportals Smava. Demnach gaben 9,5 Prozent der Befragten über 18 Jahren zum Jahresstart 2022 an, einen Dispokredit zu nutzen – eine Steigerung um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hochgerechnet würde es rund 6,6 Millionen Deutschen entsprechen.

Kredite: Kontoüberziehung kann sehr schnell teuer werden

Rutscht das Konto ins Minus, wird meist der Dispokredit fällig, also der Überziehungskredit. Und der kann es in sich haben. Die Stiftung Warentest kam jüngst zu dem Schluss, dass der durchschnittliche Dispozins derzeit bei 9,51 Prozent liegt.

Bei hohen Summen kann das schnell ins Geld gehen, andere Kredite können deutlich günstiger sein. Zwar befinden sich mit 16,8 Prozent der Befragten mit bis zu 250 Euro und genauso vielen im Bereich zwischen 251 und 500 Euro ein großer Teil noch moderat im Minus. 37,9 Prozent gaben aber auch an, ihr Konto nach den Feiertagen und zum Start ins neue Jahr mit mehr als 2000 Euro überzogen zu haben.

Umfrage: Jeder zweite Disponutzer will binnen eines Monats das Konto ausgleichen

Allerdings rechnet mehr als jeder zweite Disponutzer (51,6 Prozent) damit, dass er das Konto binnen eines Monats wieder ausgleichen kann. Teuer wird es, wenn man das Konto länger überzieht. Und immerhin 9,7 Prozent der Befragten kalkulieren, dass sie ein halbes Jahr brauchen werden, um wieder schwarze Zahlen auf dem Konto zu haben, weitere 8,2 Prozent rechnen sogar mit einem ganzen Jahr.

Mehr als ein Jahr werden demnach 14,7 Prozent der Befragten benötigen. „Mit knapp 10 Prozent Zinsen ist der Dispo eine sehr teure Art, sich Geld zu leihen. Er sollte deshalb nur für kurze Zeit genutzt werden“, warnte Smava-Geschäftsführer Alexander Artopé.

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