Drogeriemarkt

dm wird zur Bank – Geld ein- und auszahlen in der Drogerie

Bald sollen Kunden im dm-Drogeriemarkt auch Bargeld ein- und auszahlen können.

Bald sollen Kunden im dm-Drogeriemarkt auch Bargeld ein- und auszahlen können.

Foto: Rene Traut/Hotspot-Foto / imago/Rene Traut

Berlin  Hat die Bank ausgedient? Bei der Drogeriekette dm können Kunden künftig Geld abheben. Auch Einzahlungen sollen bald möglich werden.

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Waschmittel, Toilettenpapier, Shampoo – und Bargeld: In der Drogeriemarkt-Kette dm können Kunden bald nicht nur einkaufen, sondern auch Geld an der Kasse abheben. Möglich sein soll das schon ab einem Einkaufswert von zehn Euro, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet.

Komplett auf Risiko wollte die Drogeriekette aber nicht spielen. Schon im November vergangenen Jahres hatte eine Testphase in 300 dm-Märkten gestartet. Bis Mitte März sollen Kunden in allen 1900 Filialen in Deutschland den Service nutzen können. Der bislang übliche Mindestbetrag von 20 Euro soll dann halbiert werden, sagte der Finanz-Geschäftsführer des Unternehmens, Martin Dallmeier, der „FAZ“.

Der „cashback“-Service wird immer beliebter

Der Mindesteinkaufswert für kostenloses Geldabheben von 20 Euro ist bei vielen Geschäften üblich. Allerdings haben auch die Lebensmitteldiscounter Aldi Süd und Netto inzwischen die Grenze auf zehn Euro gesenkt.

Dm, mit rund 3500 Filialen und 59.000 Mitarbeitern der größte Drogeriekonzern in Europa, folgt mit seinem Vorstoß einem wachsenden Trend: Im Einzelhandel bieten immer mehr Geschäfte ihren Kunden diesen sogenannten „cashback“-Service an – also die Möglichkeit, sich ohne Gebühren bis zu 200 Euro an der Kasse auszahlen zu lassen. Die abgehobene Summe wird zusammen mit dem Einkauf später vom Konto abgezogen.

Auch Einzahlungen sollen bald möglich sein

Zudem will dm Dallmeier zufolge künftig auch die Möglichkeit anbieten, Bargeld auf das Konto bei bestimmten Direktbanken einzuzahlen. Geplant sei dieser Service wohl bis Mitte des Jahres. Selbst Bargeldabhebungen mit Kreditkarten könnten bald möglich werden. Zurzeit können dafür nur Girokarten genutzt werden.

Für die Kunden ist dieses Angebot praktisch. Denn die Zahl der Bankfilialen und Geldautomaten in Deutschhand nimmt stetig ab, viele Banken fordern zudem mittlerweile für das Abheben von Bargeld Gebühren ein. Und auch dm dürfte davon profitieren – angesichts der wachsenden Konkurrenz, auch durch die expandierende Drogeriekette Budni, kann jeder zusätzliche Service Kunden binden. (nsa)

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