Europawahl

Eon-Chef Teyssen sieht Zusammenhalt in Europa bedroht

Eon-Chef Johannes Teyssen warnt vor Populismus in Europa.

Eon-Chef Johannes Teyssen warnt vor Populismus in Europa.

Foto: Michael Gottschalk

Essen.   Vor der Europawahl zeigt sich Eon-Chef Johannes Teyssen besorgt. Er hofft auf ein schwaches Abschneiden der Populisten.

Eon-Chef Johannes Teyssen will vor der Europawahl im Mai einen persönlichen Aufruf an die Beschäftigten des Unternehmens richten. Sein Ziel sei, die Wahlchancen von Populisten zu verringern.

Rufen Sie Ihre Mitarbeiter auf, zur Wahl zu gehen?

Johannes Teyssen: Ja, ich werde mich mit einem persönlichen Aufruf zur Teilnahme an der Europawahl an alle 43.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Eon wenden.

Warum?

Teyssen: Eon ist ein zutiefst europäisches Unternehmen, das seit Langem über Grenzen hinweg für mehr als 20 Millionen Kunden in sieben Ländern der Europäischen Union arbeitet. Von den vielen Vorteilen der europäischen Gemeinschaft profitieren auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wir als Unternehmen. Darüber hinaus wird es unser Kontinent schon geeint schwer haben, im globalen Wettbewerb mit den USA, Asien und aufstrebenden Regionen in vielen Teil der Welt als Wirtschafts-, aber auch als Wertegemeinschaft zu bestehen. Umso wichtiger ist der innere Zusammenhalt der Europäischen Union. Eine hohe Wahlbeteiligung kann diesen Zusammenhalt stärken und zugleich die Wahlchancen von Populisten verringern.

Wie steht es um den Zusammenhalt in Europa?

Teyssen: Jahrzehntelang gab es einen europäischen und überwiegend auch globalen Konsens, dass mehr Zusammenarbeit zu mehr Wohlstand für alle führt. Dieser Konsens ist durch eine Reihe von Entwicklungen bedroht. Umso mehr geht es jetzt darum, dafür zu kämpfen.

Was bedeutet Europa für Eon?

Teyssen: Rund die Hälfte der 43.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Eon arbeitet außerhalb Deutschlands in sieben Ländern der europäischen Union. Von dieser Vielfalt profitiert das Unternehmen sehr – kulturell und wirtschaftlich. Wir tauschen Erfahrungen und Know-how aus, und wir entwickeln länderübergreifende, nachhaltige Produkte und intelligente Lösungen für Kunden in vielen Ländern. So treiben wir die Energiewende und den Klimaschutz in Europa voran.

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