Energie

Gas-Deal: Katar gibt Abkommen mit Deutschland bekannt

Blick auf eine Flüssiggas-Pipeline in Brunsbüttel. Der Energieriese Qatar Energy hat laut Katars Energieminister Saad Scharida al-Kaabi Abkommen über Flüssiggaslieferungen nach Deutschland geschlossen.

Blick auf eine Flüssiggas-Pipeline in Brunsbüttel. Der Energieriese Qatar Energy hat laut Katars Energieminister Saad Scharida al-Kaabi Abkommen über Flüssiggaslieferungen nach Deutschland geschlossen.

Foto: Marcus Brandt/dpa

Berlin  Katar und Deutschland haben sich auf Gas-Lieferungen geeinigt. Ab 2026 sollen jährlich bis zu zwei Millionen Tonnen geliefert werden.

Katar und Deutschland haben ein Abkommen über Gas-Lieferungen getroffen. Das gab Katars Energieminister Saad Scharida al-Kaabi am Dienstag bekannt.

Das Gas solle vom Energieriesen Qatar Energy an das US-Unternehmen Conoco Phillips verkauft werden, das es weiter nach Brunsbüttel liefere, sagte der Minister am Dienstag in der katarischen Hauptstadt Doha. Die Lieferung soll im Jahr 2026 beginnen und mindestens 15 Jahre laufen. Jährlich sollen bis zu 2 Millionen Tonnen geliefert werden.

Katar: Was das Gas aus dem Golfstaat für den deutschen Verbrauch bedeutet

Zur Einordnung: 1 Million Tonnen Flüssiggas entsprechen etwa 1,4 Milliarden Kubikmetern (bcm) Flüssiggas. 2021 lag der deutsche Gasverbrauch bei 90 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Auch wenn Industrie und Verbraucher ihren Gasverbrauch seitdem deutlich reduziert haben, würden die Lieferungen aus Katar nach aktuellem Stand nur einen kleinen Teil des Bedarfs abdecken.

Offen ist auch, was es für das Erreichen der deutschen Klimaziele bedeutet, wenn Katar bis mindestens 2041 LNG liefert. Denn nur vier Jahre später soll Deutschland klimaneutral sein.

Die deutsche Bundesregierung hatte sich in den letzten Monaten intensiv um LNG-Lieferungen aus mehreren Ländern bemüht, darunter auch Katar. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) war schon im März nach Doha gereist, um Vereinbarungen anzubahnen, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) war im September da. (tma/fmg/dpa)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Wirtschaft