Handyhersteller

Huawei darf WhatsApp nicht mehr vorab installieren

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Berlin  Harter Schlag für den Handyhersteller Huawei aus China. Facebook verbietet die Vorabinstallation von WhatsApp, Instagram und Facebook.

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Harte Maßnahmen gegen Huawei: Der US-Konzern Facebook untersagt dem chinesischen Handy-Hersteller die Vorinstallation seiner Apps auf neuen Smartphones, wie Facebook der Nachrichtenagentur Reuters erklärte. Nutzer müssen die Apps nun selbst installieren.

Kunden, die bereits ein Huawei-Handys besitzen, könnten Facebook, WhatsApp und Instagram aber weiterhin nutzen und erhielten auch Updates. „Bei allen Huawei Smartphones & Tablets, die bereits verkauft wurden, aktuell verkauft werden oder auf Lager sind, können Apps wie Facebook, WhatsApp oder Instagram ganz normal verwendet oder heruntergeladen werden“, heißt es seitens Huawei.

WhatsApp-Verbot: USA setzte Huawei auf schwarze Liste

Zuvor war bekannt geworden, dass Huawei seine Handys auch nicht mehr mit vorinstallierten Google-Dienste verkaufen darf. Auch Updates von Google-Betriebssystem Android sollen ausbleiben.

Hintergrund ist der Handelsstreit zwischen den USA und China. Die USA hatten Mitte Mai Huawei auf eine schwarze Liste von Unternehmen gesetzt, deren Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern strengen Kontrollen unterliegen.

Google strebt laut einem Zeitungsbericht eine Erlaubnis der US-Regierung an, weiter mit dem chinesischen Huawei-Konzern im Geschäft zu bleiben. Dabei gehe es vor allem darum, Huawei-Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android versorgen zu dürfen, schrieb die „Financial Times“ am Freitag.

Der Internet-Konzern argumentiere, dass ein Ende der Zusammenarbeit schlecht für die Sicherheit der Nutzer wäre, hieß es unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen.

Google selbst gerät in Europa auch immer wieder in die Kritik. Im vergangenen Jahr verhängte die EU-Kommission eine Milliarden-Strafe wegen des Betriebssystems Android gegen Google. (les/dpa)

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