Fachkräftemangel

IHK-Chef: In Zukunft fehlen am Niederrhein 35.000 Fachkräfte

Burkhard Landers beim IHK Neujahrsempfang in der Mercatorhalle Duisburg.

Burkhard Landers beim IHK Neujahrsempfang in der Mercatorhalle Duisburg.

Foto: Zoltan Leskovar

Duisburg/Niederrhein.   Der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften macht sich auch am Niederrhein bemerkbar. Bis zum Jahr 2030 fehlen den Firmen rund 35.000 von ihnen.

Bis zum Jahr 2030 fehlen am Niederrhein etwa 35.000 Fachkräfte. „Das sind vor allem Mitarbeiter mit praktischer Erfahrung – und nur zum geringen Teil Akademiker.“ Deutliche Worte fand jetzt IHK-Präsident Burkhard Landers beim Neujahrsempfang in der Duisburger Mercatorhalle.

Um junge Menschen für eine berufliche Ausbildung zu begeistern, fordert Landers die NRW-Landesregierung: „Wir Unternehmer sind mit Ausbildungsbotschaftern an Schulen unterwegs, um jeden Jugendlichen für eine betriebliche Qualifikation zu gewinnen. Doch während die ,Talentscouts’ mit Förder-Millionen junge Leute in die Hochschulen locken, müssen wir um die Förderung unserer Ausbildungsbotschafter kämpfen“, so Landers.

Dieselfahrverbote seien keine Lösung

Entschlossenheit fordert er ebenso beim Digitalpakt: „Dieser Streit um die Verwendung der fünf Milliarden Euro muss schnell und lautlos beendet werden.“ – Armin Laschet ging in seiner Rede darauf ein und sagte, dass das Geld auch fließen könne, wenn sich die Länder dazu verpflichten, wofür sie das Geld ausgeben. Gleichwohl dürfe man nicht so einfach das Grundgesetz aus den Angeln heben, so Laschet.

Beim Thema Diesel setzt er weiter darauf, dass es keine Fahrverbote geben werde. Derzeit arbeiteten alle Behörden in den Kommunen daran, dass die Luft-Situation in den Städten verbessert werde.

Beispiel Brexit: Europa dürfe Populismus nicht zum Opfer fallen

Bei der Energiefrage drängt Laschet darauf, dass die energieintensiven Unternehmen verlässlich bezahlbaren Strom benötigten. Der Wandel weg von der Kohle könne daher nur geordnet, zeitlich gestreckt und sozialverträglich erfolgen. Kommenden Dienstag berät die Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten über diese Frage; am 1. Februar soll die Kohle-Kommission ein Ergebnis haben.

Beide Redner betonten den Wert von Europa: „Lassen Sie uns die Entwicklung in Großbritannien als Warnung begreifen, wohin Populismus führen kann“, so Landers.

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