Wirtschaft

Immer weniger Amerikaner kaufen eine Harley Davidson

Der amerikanische Motorradhersteller Harley Davidson leidet unter dem Zollstreit der USA mit ihren Handelspartnern wie China und Europa.

Der amerikanische Motorradhersteller Harley Davidson leidet unter dem Zollstreit der USA mit ihren Handelspartnern wie China und Europa.

Foto: Georg Wendt / dpa

Die Situation für den Motorradbauer Harley Davidson verbessert sich nicht. Gewinnverluste wegen Zollstreit zwischen USA und China.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Milwaukee. Das zweite Quartal in diesem Jahr ist für den Motorradbauer Harley Davidson ein Enttäuschung. Der Gewinn verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um knapp 20 Prozent. Der Zollstreit zwischen den USA, China und der EU führt zu höheren Kosten, zweiter Grund für den Gewinneinbruch ist eine schwache Nachfrage in den USA.

Harley Davidson berichtete am Dienstag in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin, wo die Firma 1903 auch gegründet wurde, dass der Gewinn des zweiten Quartals 195,6 Millionen Dollar betrage, die Erlöse seien um sechs Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar gesunken.

Harley Davidson könnte künftig die hohen Zölle auf US-Güter umgehen


Grund für den Neagtiv-Trend sind auch der schwache US-Absatz. In den USA steht das Unternehmen wegen Produktionsverlagerungen ins Ausland schon länger in der Kritik von Präsident Donald Trump. Trump hatte im vergangenen Jahr sogar Boykottbestrebungen seiner Anhänger gegen Harley Davidson unterstützt.

Angesichts der erhöhten Kosten durch Zölle senkte Harley-Davidson die Absatz- und Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr. Einen Lichtblick gibt es doch: Das Unternehmen eröffnete, eine Genehmigung der EU erhalten zu haben, Motorräder künftig von Thailand nach Europa zu liefern, um so die hohen Zölle auf US-Güter zu umgehen. Allerdings habe dies deutlich länger als erwartet gedauert.

(dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben