Spielzeug

Lego will digitaler werden - mehr Augmented Reality geplant

Niels B. Christiansen, Geschäftsführer des dänischen Spielzeugherstellers Lego, auf der Spielwarenmesse 2019.

Niels B. Christiansen, Geschäftsführer des dänischen Spielzeugherstellers Lego, auf der Spielwarenmesse 2019.

Foto: Daniel Karmann / dpa

Nürnberg  Der König der Bauklötzchen setzt auf Innovationen. Analoges und digitales Spielen sollen bei Lego bald miteinander verschmelzen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Lego will innovativer und damit digitaler werden. Beim dänischen Bauklötzchen-Hersteller wird etwa mit Anwendungen für Augmented Reality (AR) experimentiert, wie Lego-Chef Niels Christiansen mitteilte.

Bei der sogenannten erweiterten Realität werden erdachte Gegenstände auf dem Bildschirm in die reale Umgebung eingefügt. Viele Lego-Produkte seien bereits mit technischen Spielereien ausgerüstet, seien etwa fernsteuerbar oder mit Motoren ausgestattet. „Wir wollen die Möglichkeiten der Digitalisierung noch besser für uns nutzen“, so Christiansen, der den Konzern seit 2017 leitet.

Analoges und digitales Spielen verbinden

Dies sei auch eine Antwort auf die Veränderungen im Kinderzimmer, die der Wandel mit sich bringe. „Man muss den Wandel als Chance sehen.“ Physisches Spielen werde nicht verschwinden. „Kinder mögen beides, in ihrer Welt verschmilzt analoges und digitales Spielen.“

Zum Innovationswillen gehöre auch, dass Lego jedes Jahr 60 Prozent seiner Produkte auswechsele. „Das machen nicht viele Unternehmen“, sagte Christiansen. Erfolgreich seien vor allem die Produktreihen Technic, Ninjago, Creator und Classic - auch in Deutschland. „Viele Deutsche sind mit Lego aufgewachsen, das ist ein wichtiger Markt für uns.“

Nicht nur im Kinderzimmer sind Lego-Steine beliebt.

.

Student baut sich Lego-Prothesen
Student baut sich Lego-Prothesen

Im vergangenen Jahr wuchs der Umsatz des dänischen Spielwarenherstellers in Deutschland nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens NPD-Group um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Legos Marktanteil in Deutschland betrug demzufolge im vergangenen Jahr 17,2 Prozent, das waren 0,4 Prozentpunkte mehr als 2017.

Künftig will Lego bei der Herstellung seiner Bauklötzchen auf pflanzliches Polyethylen zurückgreifen, das aus Zuckerrohr gewonnen wird. „Wir sind dabei, unsere Produkte nachhaltig zu machen“, sagte Christiansen. Ziel sei, dies bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Auf der Suche nach Alternativen dürfe die Qualität nicht leiden. (jb/dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben