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Lufthansa-Piloten beschließen Streik: Das ist bisher bekannt

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Lufthansa-Streikende: "Wir haben mehr Lohn verdient"

Lufthansa-Streikende: "Wir haben mehr Lohn verdient"

Rund tausend abgesagte Flüge, über 130.000 betroffene Passagiere: Ein Streik des Lufthansa-Bodenpersonals hat den Betrieb der Fluggesellschaft mitten in der Sommer-Reisezeit zum Erliegen gebracht. Die Streikenden fühlen sich von ihrem Arbeitgeber im Stich gelassen. Manch Reisender zeigt Verständnis für den Streik.

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Berlin  Bei der Lufthansa ist ein erneuter Versuch gescheitert, die angedrohten Pilotenstreiks noch zu verhindern. Das ist bisher bekannt.

Kommen schon bald wieder Streiks von Piloten und legen den Luftverkehr lahm und erschweren den Urlaub? Bei der Lufthansa jedenfalls ist ein erneuter Versuch gescheitert, die angedrohten Pilotenstreiks noch zu verhindern.

Die Tarifkommission der Vereinigung Cockpit lehnte am Donnerstag ein nachgebessertes Angebot des Unternehmens ab, wie ein Sprecher berichtete. Es gehe zwar in die richtige Richtung, sei aber bei weitem noch nicht ausreichend.

Nach dem entsprechenden Vorstandsbeschluss seien nun jederzeit Streiks möglich, drohte die Gewerkschaft. Konkrete Termine, Streikorte oder Unternehmen wurden aber nicht genannt. In Frage kommen die Lufthansa-Kerngesellschaft in Frankfurt und München sowie die Frachttochter Lufthansa Cargo.

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Lufthansa: Streiks bei Piloten drohen - keine Ergebnisse bei Verhandlungen

Offizieller Anlass für den möglichen Arbeitskampf sind die nach sechs Runden festgefahrenen Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag. Auch eine nachfolgende Sondierungsrunde hinter verschlossenen Türen hatte bis Ende vergangener Woche kein Ergebnis gebracht.

Die VC verlangt nach eigenen Angaben unter anderem Gehaltssteigerungen von 5,5 Prozent im laufenden Jahr und einen automatisierten Inflationsausgleich ab dem kommenden Jahr. Sie hatte den vorherigen Tarifvertrag zum 30. Juni gekündigt.

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Zudem schwelt ein Konflikt um die künftige Konzernstrategie. Die VC hatte sich in der Vergangenheit die exakte Zahl von 325 Flugzeugen garantieren lassen, die ausschließlich von den rund 5000 Kapitänen und Ersten Offizieren geflogen werden durften, die dem Konzerntarifvertrag unterlagen, um den es auch jetzt wieder geht.

Die Lufthansa hatte unter dem Eindruck der Corona-Krise die entsprechende Zusatzvereinbarung aufgekündigt und begonnen, unter dem Kranich-Logo einen neuen Flugbetrieb (AOC) mit niedrigeren Tarifbedingungen aufzubauen. Die neue Airline mit der internen Bezeichnung "Cityline 2" soll im Europa-Verkehr zahlreiche Flüge der bisherigen Kerngesellschaft übernehmen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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