Diesel-Affäre

Mercedes muss 60.000 Diesel-Sportgeländewagen zurückrufen

Ein Mercedes GLK 220 CDI - das Kraftfahrtbundesamt zwingt Daimler zum Rückruf von 60.000 Fahrzeugen.

Ein Mercedes GLK 220 CDI - das Kraftfahrtbundesamt zwingt Daimler zum Rückruf von 60.000 Fahrzeugen.

Foto: Patrick Seeger / dpa

Stuttgart/Berlin  Erneuter Manipulationsverdacht bei Mercedes-Diesel: Das Kraftfahrtbundesamt zwingt den Autobauer dazu, 60.000 Fahrzeuge zurückzurufen.

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Hat Mercedes bei Sportgeländewagen der Euro-5-Abgasnorm illegale Abschaltvorrichtungen eingebaut? Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat diesen Verdacht – und hat am Freitag einen amtlichen Rückruf von etwa 60 000 Dieselautos angeordnet. Der Rückruf betrifft Autos des Modells Mercedes-Benz GLK 220 CDI, die zwischen 2012 und 2015 produziert wurden.

Ein Sprecher des Daimler-Konzerns bestätigte am Samstag auf Anfrage einen Bericht der „Bild am Sonntag“. Daimler bestreitet den Verdacht und will sich juristisch gegen den Betrugsvorwurf wehren.

Das Kraftfahrt-Bundesamt will laut des Zeitungsberichts die Ermittlungen gegen den Autobauer noch ausweiten. Die Software, die nun unter Betrugsverdacht steht, ist demnach in vielen weiteren Mercedes-Modellen zu finden. Laut Unternehmenssprecher ist Mercedes auch weiterhin mit der Behörde über das Thema im Gespräch.

Diesel-Manipulation: Nicht der erste Verdacht gegen Mercedes

Damals hatte das KBA ein formelles Anhörungsverfahren gegen Daimler eingeleitet. Es hieß, die Behörde sei bereits im Herbst 2018 auf eine verdächtige Software-Funktion bei dem Motor OM 651 gestoßen. Die Abgaswerte sollen mithilfe eines Computerprogramms gesenkt worden sein – aber nur auf dem Prüfstand und nicht im täglichen Verkehr.

(dpa/sdo)

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