Online-Monitor

Online-Shopping: So stark leiden die stationären Händler

Online-Shopping spielt beim Einkaufsverhalten der deutschen Verbraucher eine immer größere Rolle. Zu diesem Schluss kommt der „Online-Monitor 2019“.

Online-Shopping spielt beim Einkaufsverhalten der deutschen Verbraucher eine immer größere Rolle. Zu diesem Schluss kommt der „Online-Monitor 2019“.

Foto: Arno Burgi / dpa

Berlin  Die Deutschen geben immer mehr Geld beim Online-Shopping aus. Vor allem in bestimmten Branchen leiden darunter die stationären Händler.

Der Boom des Online-Handels setzt sich fort: Wie aus dem „Online-Monitor 2019“ des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervorgeht, verlieren Mode- und Elektrohändler und auch Wohn- und Einrichtungsgeschäfte immer mehr Umsatz an Anbieter aus dem Netz.

Deutlich wird das etwa am Beispiel Mode: Insgesamt gaben die Verbraucher der Studie zufolge im vergangenen Jahr im Internet rund eine Milliarde Euro mehr für Textilien und Accessoires aus. Das ging zu Lasten des stationären Handels.

„Online-Monitor 2019“: Fast ein Drittel aller Elektro-Einkäufe erfolgt online

Denn hier gaben die Verbraucher rund 1,1 Milliarde Euro weniger aus – ein Minus von 3,1 Prozent. Der Elektrohandel in den Innenstädten und auf der grünen Wiese büßte sogar 4,3 Prozent Umsatz ein, während die Onlinehändler kräftig zulegten.

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Nach Umsatz gerechnet werden inzwischen laut HDE fast ein Drittel der Einkäufe von Elektrogeräten (31 Prozent) und mehr als ein Viertel aller Modeeinkäufe (27,7 Prozent) online erledigt – mit steigender Tendenz. Und der Online-Handel ist dabei, weitere Banchen zu erobern. Beim Online-Shoppen im Netz ist einiges zu beachten:

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So mussten die stationären Wohn- und Einrichtungshäuser 2018 Umsatzeinbußen von rund 1,4 Milliarden Euro hinnehmen – ein Rückgang um 4,3 Prozent. Gewinner war auch hier die Online-Konkurrenz mit einem Umsatzplus von 10 Prozent. Dabei wuchs der Online-Handel laut HDE 2018 mit 9,1 Prozent sogar etwas schwächer als erwartet. Insgesamt summierten sich die Umsatzzuwächse der Internethändler aber dennoch auf 4 bis 5 Milliarden Euro. (les/dpa)

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