Lieferengpass

Post hat zu wenige Briefmarken: Was Kunden wissen müssen

Das Porto für einen Standardbrief liegt seit Juli bei 80 Cent.

Das Porto für einen Standardbrief liegt seit Juli bei 80 Cent.

Foto: Martin Gerten / dpa

Berlin.  Die Deutsche Post hat mit höherem Briefporto schon zahlreiche Kunden verärgert. Doch nun gibt es wieder Ärger – wegen Lieferengpässen.

Laut einem Zeitungsbericht hat die Deutsche Post aktuell nicht ausreichend Briefmarken auf Lager. Vor allem die neuen 80-Cent-Marken seien in vielen Filialen nicht zu bekommen. Müssen Kunden jetzt auf teurere Marken ausweichen? Wir klären die wichtigsten Fragen.

Warum gibt es aktuell zu wenige Briefmarken?

Die Deutsche Post hat ihre Tarife zum 1. Juli umgestellt: Ein normaler Brief kostet seitdem 80 statt 70 Cent. Doch wie die „Rheinische Post“ berichtet, kommt die Post mit der Lieferung der neuen 80-Cent-Marken nicht nach. „Wegen hoher Nachfrage kommt es aktuell zu Lieferverzögerungen“, zitiert die Zeitung einen Post-Sprecher.

Ein stichprobenartiger Kauf unserer Redaktion bestätigte diesen Eindruck. Dabei fehlten in einer Filiale in Berlin auch 10-Cent-Marken, die Kunden nutzen können, um diese mit 70-Cent-Marken zu kombinieren.

Welche Briefmarke muss ich jetzt nutzen? Gibt es Alternativen?

Wenn Kunden keine 80-Cent- und keine 10-Cent-Marken haben, stellt sich die Frage, welche Marken man dann für einen Standardbrief nimmt. Muss man nun zwei alte 45er-Marken nehmen oder sogar zwei neue 60er-Marken, wie sie nun für Postkarten nötig sind?

Laut der „Rheinischen Post“ ließ die Post in den ersten Tagen Kulanz walten. So konnten Kunden in einer Übergangsphase erstmal weiter die alten 70-Cent-Marken auf einen Standardbrief kleben und die Briefe wurden trotzdem zugestellt. Damit ist nun Schluss.

„Ab sofort akzeptieren wir nur noch die korrekt frankierten Briefe“, sagte ein Sprecher. Sollte zum Beispiel ein Standardbrief nur mit 70 Cent statt der nötigen 80 Cent frankiert sein, würde er zurückgeschickt oder der Adressat müsste Nachporto bezahlen.

Anfang Juni wurde berichtet, dass die Post mehr Porto verlangt: Der Standardbrief ist zehn Cent teurer. Doch es könnte in anderen Preisen auf längere Sicht noch teurer werden. So sagte Post-Chef Appel Ende April: „Die Paketpreise werden weiter steigen“.

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Briefmarken-Preise 2019: Welchen Wert Kunden nun nutzen müssen

Seit 1. Juli gelten bei der Post neue Preise beim Porto. Das Porto gehört zu mehreren neuen Regelungen im Juli, wie Änderungen beim Kindergeld, der Rente und der Steuererklärung. So sehen die Preise für die gängigsten Briefformate aus:

  • Postkarte: 60 Cent
  • Standardbrief: 80 Cent
  • Kompaktbrief: 95 Cent
  • Großbrief: 1,55 Euro
  • Maxibrief: 2,70 Euro

• Bericht: „Rheinische Post“ (Bezahlinhalt) zu Engpässen bei Briefmarken

(ac)

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