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Einheitsbotschafterin Nordrhein-Westfalen / Dr. Dilek Gürsoy: "Miteinander reden bringt die Menschen zusammen, das war schon immer so"

| Lesedauer: 4 Minuten
Einheitsbotschafterin Nordrhein-Westfalen / Dr. Dilek Gürsoy: "Miteinander reden bringt die Menschen zusammen, das war schon immer so" / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/157804 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

Einheitsbotschafterin Nordrhein-Westfalen / Dr. Dilek Gürsoy: "Miteinander reden bringt die Menschen zusammen, das war schon immer so" / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/157804 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

Neuss / Halle (S.) (ots) - Anmoderationsvorschlag:

Der Tag der Deutschen Einheit 2021 ist anders: Zum ersten Mal vertreten neben der Bürgerdelegation auch je zwei Einheitsbotschafter ihr Bundesland.

Sprecher:

Den Tag der Deutschen Einheit feiern wir in diesem Jahr in Halle in Sachsen-Anhalt. Für Nordrhein-Westfalen ist als Einheitsbotschafterin ist Dr. Dilek Gürsoy aus Neuss dabei.

Die Teilung wirke bis heute nach, sagt sie. Sie spüre noch immer so etwas wie eine "geteilte Denke", eine unterbewusste Distanz. Diese zu überwinden, ginge am besten durch gegenseitige Treffen und Gespräche. Bei ihrem Besuch in Halle (Saale) gibt es sicher Gelegenheit dazu.

Abmoderationsvorschlag:

Alle Infos zum Tag der Deutschen Einheit 2021 finden Sie auf der Homepage (https://tag-der-deutschen-einheit.de) und auf den Kanälen der Sozialen Netzwerke Facebook (https://www.facebook.com/tde2021), Instagram (https://www.instagram.com/gemeinsamzukunftformen/), YouTube (https://www.youtube.com/channel/UCOc0eBEkKxWIHW_uampEQGw) und Twitter (https://twitter.com/tde2021). #TDE2021

Weitere Infos zu Einheitsbotschafterin Dilek Gürsoy:

Dr. med. Dilek Gürsoy (45) wurde 1976 in Neuss als eines von drei Kindern einer türkischen Gastarbeiterfamilie geboren. Ihr Vater verstarb an plötzlichem Herztod, als sie zehn Jahre alt war. Sie studierte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Humanmedizin, spezialisierte sich auf Herzchirurgie. Sie gilt als Expertin auf dem Gebiet der mechanischen Kreislaufunterstützungssysteme und führte 2012 als erste Frau in Europa bei einem Patienten eine totale Kunstherz-Implantation durch. Dilek Gürsoy erhielt 2019 den German Medical Award als Medizinerin des Jahres.

Ich bin stolz, Einheitsbotschafterin für mein Bundesland zu sein. Was macht Nordrhein-Westfalen so besonders? Das sind für mich zuallererst die Menschen. Und dann der Fußball. Damit ist hier fast jeder verbunden. Ob im kleinen Verein um die Ecke oder bei den großen wie Borussia Dortmund oder Schalke. Ich selbst bin seit Jahren Mitglied bei Borussia Mönchengladbach.

Zur Identität meines Bundeslandes gehören auch so Traditionen wie Schützenfeste und Kirmes. Das hat mich seit meiner Kindheit geprägt. Was mein Fachgebiet, die Herzchirurgie und vor allem die Kunstherztherapie und -forschung angeht, sind wir hier in Nordrhein-Westfalen weit vorn. Und ich bin stolz, dazu meinen Beitrag geleistet zu haben.

Als die Mauer fiel, war ich zwölf. Ich hatte diesen komischen Zustand der Teilung als Kind nie begriffen. Ich habe die Fernsehbilder von den jubelnden Menschen noch heute im Kopf, so etwas vergisst man nie. Und auch nicht, wie verrückt es ist, dass ein Land, ein Volk, das zusammengehört, über so viele Jahre durch eine schwer bewachte Grenze getrennt war.

Das macht natürlich auch etwas mit den Menschen - auf beiden Seiten. Noch immer existiert so etwas wie eine "geteilte Denke", bei manchen merkt man im Gespräch noch immer diese unterbewusste Distanz - Wessi und Ossi. Wie kann diese Distanz am besten überwunden werden? Durch viel mehr persönliche Kontakte und gegenseitige Besuche. Miteinander reden bringt die Menschen zusammen, das war schon immer so.

Auch die beruflichen Netzwerke sind teilweise noch getrennt, das merke ich in meinem Bereich. Für die jüngeren Generationen spielt das mit den zwei Deutschlands zum Glück so gut wie keine Rolle mehr, höchstens noch im Geschichtsunterricht.

Das Gesicht der Einheit ist für mich Angela Merkel. Mit ihrer unerschütterlichen Ruhe und gleichzeitig Verbindlichkeit hat sie so einige Konflikte des Vereinigungsprozesses gemeistert.

Pressekontakt:

Susanne Bethke Projektleiterin Bundesratspräsidentschaft/ Tag der Deutschen Einheit 2021 Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt Hegelstraße 40 - 42, 39104 Magdeburg +49 391 567 6666 presse@stk.sachsen-anhalt.de https://www.tag-der-deutschen-einheit.de

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