Mobilfunk

Sicherheit soll bei 5G-Auktion im Mittelpunkt stehen

5G wird kommen: Aber was haben wir eigentlich davon?

Hinter dem künftigen Mobilfunkstandard 5G stecken viele Versprechen. Einige davon wird er erfüllen können, hinter anderen verbergen sich wiederum Risiken. Ist es das wert?

Hinter dem künftigen Mobilfunkstandard 5G stecken viele Versprechen. Einige davon wird er erfüllen können, hinter anderen verbergen sich wiederum Risiken. Ist es das wert?

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Brüssel  Wer darf in Europa das 5G-Mobilfunknetz aufbauen? Die EU will Risiken analysieren – und warnt Mitgliedstaaten vor Fokus auf Finanzen.

Die EU-Kommission hat die EU-Staaten davor gewarnt, beim Aufbau des neuen 5G-Mobilfunknetzes vor allem finanzielle Gesichtspunkte in den Vordergrund zu stellen. EU-Sicherheitskommissar Julian King sagte unserer Redaktion, bei der Vorläufer-Mobilfunkgeneration 4G sei der Preis zur zentralen Entscheidungsgrundlage gemacht worden.

Diese Einstellung müsse in Frage gestellt werden, stattdessen müsse die Sicherheit wieder im Mittelpunkt stehen. Es handele sich beim 5G-Netz um die „Superautobahn all unserer Daten“.

Wer darf sich am Aufbau des 5G-Netzes beteiligen?

Derzeit läuft in Deutschland eine Auktion von 5G-Mobilfunkfrequenzen, auch 16 weitere EU-Staaten planen für dieses und nächstes Jahr Frequenzversteigerungen. Bei der Versteigerung von 4G-Frequenzpaketen hatte der Bund 2010 und 2015 insgesamt rund 9,5 Milliarden Euro eingenommen.

Es ist umstritten, ob sich chinesische Unternehmen wie Huawei am Aufbau des 5G-Netzes beteiligen dürfen. Nach Kings Worten wird die EU-Kommission mit den Mitgliedstaaten bis Ende des Jahres in einem mehrstufigen Prozess einen gemeinsamen Ansatz zur Risikobewertung bei dem neuen Mobilfunknetz entwickeln.

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Risiken und Schwachstellen von 5G-Netzen analysieren

„Wir werden bis Ende des Jahres einen Instrumentenkasten sowohl für die nationale wie europäische Ebene haben, um Bedrohungen des 5G-Netzes zu verringern“, sagte King. Nach der Analyse von Risiken und Schwachstellen könnten Ende 2019 Abhilfemaßnahmen darin bestehen, bestimmte Produkte, Dienstleistungen oder Lieferanten zu identifizieren, „die möglicherweise als nicht sicher eingestuft werden.“

Offenbar mit Blick auf die mögliche Beteiligung von Huawei betonte der Kommissar, das Vorgehen der EU zur Risikobewertung „richtet sich nicht an ein Unternehmen oder ein Land“. Es gehe nicht um pauschale Verbote von Ausrüstungslieferanten oder -diensten, sondern um einen „objektiven Prozess“ zur gründlichen Analyse der Risiken und Schwachstellen von 5G-Netzwerken.

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