Weniger Filialen

Studie: In Europa wackelt jede dritte Bank

Die Banken-Skyline von Frankfurt. Im Vordergrund die Europäische Zentralbank.

Die Banken-Skyline von Frankfurt. Im Vordergrund die Europäische Zentralbank.

Foto: Boris Roessler/dpa

Essen.   Jede zehnte Bank wird in den nächsten fünf Jahren schließen, sagt eine Studie voraus. Die Institute leiden unter der Online-Konkurrenz.

In den nächsten fünf Jahren wird einer Studie zufolge europaweit jede zehnte Bank von Schließung bedroht sein. Experten der Managementberatung A.T. Kearney rechnen damit, dass das Filialnetz in Deutschland pro Jahr um zwei bis drei Prozent schrumpft. Die Konkurrenz von Online-Banken werde immer größer.

„In den nächsten fünf Jahren wird jede zehnte Bank entweder durch Verkauf oder Zusammenschluss nicht mehr am Markt sein, darunter auch bekannte Namen“, sagt Daniela Chikova von A.T. Kearny. Wegen der niedrigen Zinsen seien die Einnahmen der Banken pro Kunde von 700 Euro im Jahr 2008 auf aktuell 623 Euro gesunken. Für das nächste Jahr erwarten die Berater nur noch 595 Euro. „Mehr als ein Drittel der europäischen Banken gelten als Wackelkandidaten“, so Chikova.

Nach Angaben der Bundesbank gab es 2004 in Deutschland noch 47.835 Filialen von Privat- und Volksbanken sowie Sparkassen. 2017 waren es nur noch 31.949. „Der Bankenmarkt verändert sich gerade grundlegend. Die Digitalisierung beschert und neue Wettbewerber. Bankfilialen stehen unter einem erheblichen Kostendruck“, sagte Steffen Pörner, Geschäftsführer des Bankenverbands NRW unserer Redaktion.

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