Zeitarbeit

Studie zu Nebenjobs: So unterschiedlich verdienen Studenten

Studenten sitzen in einem großen Hörsaal der Technischen Universität in München.

Studenten sitzen in einem großen Hörsaal der Technischen Universität in München.

Foto: Peter Kneffel / dpa

Berlin.  Eine Studie kommt zum Ergebnis: Zwei Drittel aller Studenten arbeiten neben der Uni. Was sie verdienen, hängt von Job und Standort ab.

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Die monatliche Geldspritze der Eltern oder das Bafög (Bundesausbildungsförderung) reicht manchen nicht. Viele Studenten möchten sich ihr Leben durch Urlaub, neue Klamotten oder andere Extras versüßen. In teuren Uni- oder Großstädten ist Hinzuverdienen schon aufgrund der hohen Mieten ein Muss.

Entsprechend gehört ein Job neben dem Studium für die meisten zum Alltag. Zwei Drittel der 2,9 Millionen Studierenden in Deutschland jobben regelmäßig. Dies hat eine Umfrage unter 22.000 Studierenden durch Studitemps und die Maastricht University ergeben.

Studenten sind laut der Studie auch ohne Abschluss gefragte Kräfte. Je nach Tätigkeit verdienen sie pro Stunde zwischen 9,50 Euro und 30 Euro. Wer ein Händchen für Computer und IT mitbringt, hat am studentischen Arbeitsmarkt die besten Chancen. Entwickler und Programmierer verdienen laut Studie im Durchschnitt 15,23 Euro – in der Spitze sind es 30 Euro.

Studie zu Nebenjobs von Studenten – Vor allem IT-Experten gesucht

Software-Tester bekommen im Schnitt 15 Euro, IT-Supporter 13,16 Euro, Datenerfasser 11,72 Euro. „Studenten in IT-Jobs können in ihrer Nebentätigkeit sogar mehr verdienen als andere nach ihrer Ausbildung“, sagt Eckhard Köhn, Chef von Studitemps, einem Zeitarbeitsvermittler für Studenten, der auch das Stellenportal Jobmensa betreibt.

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Aber auch in sozialen Berufen werden Studenten attraktive Löhne bezahlt: Soziale Betreuer erhalten durchschnittlich knapp 15 Euro pro Stunde. In der Buchhaltung sind 12,14 Euro üblich, im Marketing 12,10 Euro, in Call-Centern 11,70 Euro, auf Messen 11,42 Euro, als Kellner 10,65, als Kassierer 10,59 Euro und als Chauffeur 10,43 Euro. Klar ist: Auch für Studenten gilt der Mindestlohn – das sind minimum 9,19 Euro pro Stunde oder 9,50 Euro in der Zeitarbeit.

Höchste Löhne in München und Hamburg

Die Palette der Einsätze ist groß. Ob als Werkstudenten in der Pharmaindus­trie, bei Banken oder Versicherungen, es gibt viele Jobs in Büros, im Marketing, als Fahrer oder Barkeeper. Das Gute für Arbeitgeber: Studenten arbeiten gerne in vorlesungsfreien Zeiten – also in den Ferien, am Wochenende oder Abend, wenn andere Arbeitnehmer gerne bei ihren Familien oder Freunden sind, berichtet Studitemps-Mitgründer Benjamin Roos.

Die Bezahlung von Studenten unterscheidet sich dabei nicht nur nach Tätigkeit, sondern auch nach Region. Die höchsten durchschnittlichen Stundenlöhne erhalten Studenten laut Studie in München (12,08 Euro) und Hamburg (11,86 Euro). Unter den 50 Städten mit den besten Stundenlöhnen für Studenten bilden Jena (10,23 Euro) und Passau (10,13 Euro) das Schlusslicht. In Berlin liegt der durchschnittliche Stundensatz bei 11,54 Euro.

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