Investition

Thyssenkrupp will den Stahl-Standort Dortmund stärken

Stahl von Thyssenkrupp soll verstärkt in Dortmund verarbeitet werden.

Stahl von Thyssenkrupp soll verstärkt in Dortmund verarbeitet werden.

Essen.   In Dortmund plant Thyssenkrupp ein neues Werk für die Veredelung von Stahl für die Autoindustrie – eine millionenschwere Investition.

Thyssenkrupp will in Dortmund auf dem Gelände der Westfalenhütte ein Werk für die Veredelung von Stahl für die Automobilindustrie bauen. Wie aus dem Amtsblatt der Bezirksregierung Arnsberg hervorgeht, sind die Planungen für eine neue Anlage schon weit fortgeschritten.

Demnach soll der Betrieb Ende 2020 beginnen. Den Angaben zufolge will Thyssenkrupp die Produktion deutlich ausweiten. Liegt die genehmigte Kapazität für Stahlverarbeitung derzeit bei 700.000 Tonnen pro Jahr, sollen es künftig 1,3 Millionen Tonnen sein. Wenn die geplante Fusion mit dem indischen Konzern Tata genehmigt wird, gehört das Werk in Dortmund zum neuen Stahlkonzern.

Pläne für eine neue Autostahl-Anlage hatte Thyssenkrupp-Spartenchef Andreas Goss im Mai vergangenen Jahres gegenüber unserer Redaktion beschrieben. „Die Nachfrage nach feuerverzinktem Material ist sehr hoch“, sagte Goss. „Wir prüfen gerade, ob und wo diese neue Anlage entstehen könnte. Dabei geht es um eine Investition in dreistelliger Millionenhöhe, die Arbeitsplätze schaffen würde.“

100 neue Arbeitsplätze geplant

Dem Vernehmen nach sind etwa 100 neue Jobs realistisch. Bereits jetzt hat die Stahlsparte von Thyssenkrupp rund 1300 Mitarbeiter in Dortmund. Durch die Investition würde der Standort deutlich gestärkt. Eine abschließende Entscheidung der Thyssenkrupp-Gremien gibt es allerdings noch nicht.

Zu den Plänen für Dortmund gehört unter anderem der Bau einer rund 375 langen und 70 Meter hohen Halle, in der eine sogenannte Feuerbeschichtungsanlage untergebracht werden soll. Der Betrieb soll an sieben Tagen pro Woche im Dreischichtbetrieb laufen, gab Thyssenkrupp laut Amtsblatt an.

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