Atomkraft

Atommeiler: Belgischer Pannenreaktor vom Netz genommen

Habeck: Akw Isar 2 und Neckarwestheim weiter betreiben

Habeck: Akw Isar 2 und Neckarwestheim weiter betreiben

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hält den Weiterbetrieb der beiden Atomkraftwerke Isar 2 und Neckarwestheim im ersten Quartal 2023 für notwendig. Sie sollen als Reserve-Anlagen Stromengpässe in Süddeutschland verhindern helfen.

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Berlin  Druckabfall im belgischen Atomkraftwerk Tihange 3: Der Pannenreaktor nahe NRW musste heruntergefahren und vom Netz genommen werden.

Er gilt seit Langem als Pannenreaktor. Jetzt ist das Atomkraftwerk im belgischen Tihange 3 seinem Ruf wieder gerecht geworden. Nach einem Druckabfall wurde die Anlage am Montag heruntergefahren und vom Netz genommen.

Wie die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den Betreiber Engie mitteilte, gab es das Problem nur in einem der drei Dampfgeneratoren. Weshalb der Atommeiler nach derzeitigem Stand im Laufe des Mittwochs auch wieder hochgefahren werden soll. Ein Sprecher von Engie beteuerte, die Abschaltung habe keine Auswirkung auf die Sicherheit der Anlagen oder für die Angestellten. Das könnte Sie auch interessieren: Debatte um Atomkraftwerke: Ein Stresstest für die Regierung

Atommeiler: Pannenreaktor nur 60 Kilometer von Aachen

Tihange 3 liegt etwa 60 Kilometer von Aachen in Nordrhein-Westfalen entfernt. Im Zuge des Ukraine-Krieges – wegen der gestiegenen Energiepreise – lässt die belgische Regierung zwei Atomreaktoren bis mindestens 2035 weiterlaufen. So will sie die Versorgung mit Energie sicherstellen. Ursprünglich hatte Belgien den Atomausstieg für 2025 vorgesehen.

In Deutschland gibt es seit Langem Kritik an den belgischen Kraftwerken aus den 1970er und 80er Jahren. So wurden bei den Reaktoren im Nachbarland mehrfach Mängel festgestellt, etwa marode Betonteile. Die Stadt Aachen und die Bundesregierung haben in der Vergangenheit wiederholt gefordert, die AKWs stillzulegen. Lesen Sie auch: Energiekrise: Doch noch grünes Licht für die Atomkraft?

(fmg/dpa)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de

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