Baubranche

Trotz Corona: Hochtief hat Aufträge in Milliardenhöhe

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Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes, hier bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 2018, stellte den Aktionären am Donnerstag (6. Mai) die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres vor und blickte optimistisch in die Zukunft.

Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes, hier bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 2018, stellte den Aktionären am Donnerstag (6. Mai) die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres vor und blickte optimistisch in die Zukunft.

Foto: Lukas Schulze / FUNKE Foto Services

Essen.  Der Essener Baukonzern Hochtief kann trotz Corona auf ein stabiles Jahr zurückblicken. Eine Beteiligung bereitet den Anlegern aber etwas Sorgen.

Bereits im zweiten Jahr hintereinander hat der Essener Baukonzern Hochtief seine Jahreshauptversammlung am Donnerstag virtuell abgehalten. So wie die Veranstaltung wurde auch das Geschäftsjahr des Bauriesen durch die Corona-Pandemie bestimmt. Dennoch blickte die Unternehmensführung positiv auf die Entwicklung.

„Trotz Corona haben wir robuste Ergebnisse erzielt“, berichtete der Vorstandsvorsitzende Marcelino Fernandez Verdes den zugeschalteten Aktionären. „Der Bedarf an wirtschaftlicher und sozialer Infrastruktur bleibt stark“, so der Konzernchef weiter. So konnte sich Hochtief neue Aufträge im Wert von 23,1 Milliarden Euro sichern. In Deutschland realisiert das Bauunternehmen dabei vor allem einige Brückenprojekte.

Hochtief rechnet mit Gewinn von bis zu 460 Millionen Euro in diesem Jahr

Fernandez Verdes erinnerte an die Lennetalbrücke auf der A45. „Dort haben unsere Teams ein einzigartiges Manöver im Brückenbau gemeistert.“ Zudem habe man den Auftrag für den Neubau der A-40-Rheinbrücke in Duisburg und der Autobahn-Rheinbrücke der A1 in Leverkusen erhalten. Aufgrund der guten Auftragslage peilt Hochtief für das laufende Jahr einen operativen Gewinn von 410 bis 460 Millionen Euro an.

Sorge macht den Anlegern indes die Beteiligung am spanischen Mautstraßen-Betreiber Abertis. Wie der Vorstand ausführte, muss Hochtief vom Verlust, den Abertis 2020 eingefahren hat, seinem 20-Prozent-Anteil entsprechend 17 Millionen Euro schultern. Deshalb wollten auch die Aktionäre des Essener MDax-Konzerns wissen, wie es dort weitergeht und wann wieder mit Gewinnen zu rechnen sei.

Beteiligung an Abertis soll 2021 wieder Gewinne bringen

Der Grund für den Verlust war laut Vorstandschef Fernandez Verdes vor allem der langanhaltende Lockdown in Spanien und das damit verbundene geringe Verkehrsaufkommen. „Wir rechnen damit, dass das Investment im Jahr 2021 wieder einen positiven Beitrag zum Nettogewinn beitragen wird.“ Durch die absehbaren Lockerungen in Europa würde es auch wieder mehr Verkehr auf den Straßen geben und sich somit auch Abertis erholen.

Seinen Aktionären schüttet Hochtief in diesem Jahr eine Dividende von 3,93 Euro je Aktie aus. Im Vorjahr waren es noch 5,80 Euro. Der Umsatz schrumpfte 2020 um gut acht Prozent auf 23,7 Milliarden Euro. Der operative Gewinn ging um mehr als ein Viertel auf 477 Millionen Euro zurück.

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