Landwirtschaft

Trotz schlechter Ernte – Bauern wollen auf Hilfe verzichten

Trockener Boden: Mähdrescher am Rande des Oderbruchs. Bauernpräsident Rukwied rechnet wieder mit Ernteausfällen.

Trockener Boden: Mähdrescher am Rande des Oderbruchs. Bauernpräsident Rukwied rechnet wieder mit Ernteausfällen.

Foto: Patrick Pleul / ZB

Berlin.  Trotz schlechter Ernte fordern die Landwirte für 2019 keine staatliche Hilfe. Bauernpräsident Rukwied setzt auf geförderte Rücklagen.

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Die deutschen Landwirte verlangen in diesem Jahr trotz geringerer Ernteerträge keine staatlichen Hilfen. „Eindeutig nein – wir fordern keine finanzielle Hilfe vom Staat“, sagte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbands, dieser Redaktion.

Stattdessen fordert der Bauernverband die Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage, um in guten Jahren Reserven für schlechte Jahre bilden zu können. „Außerdem diskutieren wir Versicherungslösungen für dürrebedingte Ernteausfälle“, so Rukwied. Hierfür sei eine Anschubfinanzierung durch den Bund oder die Länder erforderlich.

Vor allem im Großraum Leipzig wird die Ernte wohl schlecht aufallen

Die Ernte fällt in diesem Jahr laut Bauernverbandspräsident „unterdurchschnittlich aus“.

Dabei gebe es starke regionale Schwankungen. „Im Großraum Leipzig und Sachsen-Anhalt gibt es beispielsweise sehr hohe Ertragsausfälle. Weitere Regionen im Nordwesten, in Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern sind ebenfalls betroffen“, sagte Rukwied den FUNKE-Zeitungen.

In Süddeutschland hoffen Bauern auf gute Ernte

„Südlich der schwäbischen Alb und im südlichen Bayern gab es in der Regel gute Erträge. „Nach dem besonders trockenen Sommer 2018 hat die von Bund und Ländern ausgezahlte staatliche Nothilfe zahlreiche Bauernhöfe vor der Insolvenz gerettet. „Die Landwirte, die Dürrehilfen bekommen haben, waren sehr froh darüber. Das Geld hat den Fortbestand ihrer Betriebe ermöglicht“, sagte Joachim Rukwied. Bundesweit gibt es noch rund 266.700 landwirtschaftliche Betriebe.

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