Mobilfunk

Abrechnungsfehler bei Vodafone betrifft Tausende Kunden

Mindestens 47.000 Vodafone-Kunden haben zu viel gezahlt.

Mindestens 47.000 Vodafone-Kunden haben zu viel gezahlt.

Foto: dpa

Essen.   Der Mobilfunkanbieter Vodafone berechnete Nutzern des LTE-Netzes monatelang fälschlicherweise Datenpakete. Mindestens 47.000 Kunden zahlten zu viel.

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Kleine Geldbeträge, großer Systemfehler: Über mehrere Monate hinweg stellte Vodafone Zehntausenden seiner Kunden falsche Rechnungen. Nutzern des LTE-Netzes wurden fälschlicherweise Datenpakete berechnet. Meist waren es eher kleine Beträge - möglicherweise ein Grund dafür, weshalb der Fehler lange unentdeckt blieb. Insgesamt sind rund 47.000 Kunden von den Fehlbuchungen betroffen.

Entdeckt und öffentlich gemacht haben den Abrechnungsfehler Redakteure des Mobilfunkportals Areamobile. Sie waren stutzig geworden als auf zwei Prepaid-SIM-Karten von Vodafone das Guthaben langsam aber stetig schrumpfte. Regelmäßig wurden 9-Cent-Beträge abgebucht, obwohl die mobilen Datenfunktionen der Handys abgeschaltet waren und nur im WLAN der Redaktion verwendet wurden.

Mobilfunkportal machte auf den Fehler aufmerksam

"Während wir das Phänomen weiter untersuchten, haben wir parallel den Vodafone-Kundenservice und später auch die Vodafone-Pressestelle um Aufklärung gebeten", heißt es auf der Areamobile-Seite. Vodafone-Techniker hätten die Ursache des Problems erst feststellen können, nachdem die Handytester der Pressestelle des Mobilfunkanbieters Hinweise gegeben hatten.

"Grund für die Anomalie ist eine Fehleinstellung im LTE Netz gewesen, die Vodafone inzwischen behoben hat", sagt Unternehmenssprecher Markus Teubner. So seien einem kleinen Teil der Kunden auch bei ausgeschalteter Datenverbindung so genannte Signalisierungspakete irrtümlicherweise berechnet worden. Signalisierungspakete sind winzige, dennoch zwingend erforderliche Datenmengen mit einer Größe von wenigen Bytes. Damit halten Mobilfunknetze permanent Kontakt zu den im LTE-Netz eingebuchten Smartphones – auch, wenn der Nutzer nicht im Netz surft oder seine mobilen Daten im Endgerät abgestellt hat.

Kunden bekommen ihr Geld zurück

"Die Fehleinstellung war schwer nachvollziehbar", sagt Vodafonesprecher Markus Teubner - inzwischen sei sie aber behoben worden. 14.000 Prepaid-Kunden hätten Gutschriften erhalten, bei 33.000 Vertragskunden seien die Beträge von der Rechnung genommen worden. "Den Großteil aller Betroffenen konnten wir identifizieren", sagt Teubner. Sollten dennoch weitere Vodafone-Kunden Auffälligkeiten bei ihrer Abrechnung bemerken, können sie über die Kundenhotline oder die myVodafone-App Kontakt zu ihrem Mobilfunkanbieter aufnehmen.

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