Umweltschutz

Ungeschützte Bio-Gurke: Rewe schafft Plastikverpackung ab

Super-Enzym könnte Plastikmüll-Problem lösen

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Berlin  Rewe ändert Transportprozesse, damit die Bio-Gurke auch ohne Verpackung heile ankommt. Das soll 80.000 Kilogramm Plastik einsparen.

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Es klingt nach einem kleinen Unterschied, einer minimalen Änderung, die kaum etwas bewirkt. Die Rewe-Supermärkte werden zukünftig Bio-Gurken ganzjährig ohne Plastikummantelung anbieten. Das erklärte die Rewe-Group in einer Pressemitteilung.

Bisher hatte die Produktgruppe in den Wintermonaten die künstliche Ummantelung – denn anders als in der Sommersaison kam das Gemüse dann nicht aus Deutschland, sondern aus dem europäischen Ausland und durchlief viele Transportstationen.

Rewe nutzt für Gurke neue Transportprozesse

„Unter Einbezug aller beteiligten Handelspartner sind die relevanten, komplexen Transportprozesse so verändert worden, dass Bio-Gurken nicht mehr eingeschweißt werden müssen und dennoch ihre Frische und Qualität erhalten“, teilte das Unternehmen mit.

Bereits seit 2016 seien die konventionell und biologisch erzeugten Gurken von Erzeugern aus Deutschland und den Niederlanden umgestellt.

Dass nun alle Bio-Gurken verpackungsfrei sein sollen, macht einen großen Unterschied: „Allein durch diese Maßnahmen werden schon 2019 jährlich 80.000 Kilogramm Kunststoff eingespart.“ Normale Gurken betrifft das übrigens nicht.

Immer noch jede Menge Plastik im Markt

Der Konzern habe den Grundsatz „Vermeiden, Verringern, Verbessern“. Dabei hat das Unternehmen noch einen langen Weg vor sich. Viele Filialen haben Salat-Bars, an denen Menschen Gemüse in Plastikschalen schaufeln, die sie mit Plastikbesteck leerfuttern.

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Eingepackte Cheesecake-Mini-Stückchen, ummantelte Packungen mit Kiwis, Brötchentütchen mit Plastikfenster – an jeder Ecke finden sich solche Verpackungen.

Modellversuche an Frischetheken geplant

An den Frischetheken plant Rewe nun diverse Modellversuche, um die hohen hygienischen Vorgaben zu erfüllen und gleichzeitig ein umweltfreundlicheres System als mit Plastikblättchen zu entwickeln. Bisher dürfen Kunden zum Beispiel nicht einfach ihre mitgebrachten Dosen verwenden.

Die EU hat

etwa Ohrreinigungsstäbchen. Kürzlich gab Tübingen bekannt,

Gerade die Weltmeere leiden unter den Müllmassen.

(ses)

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