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Volkswagen: Pkw-Sparte will bis zu 7000 Stellen streichen

Herbert Diess (l), Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, und Frank Witter, Finanzvorstand der Volkswagen AG, haben am Dienstag die Jahreszahlen des Konzerns vorgestellt.

Herbert Diess (l), Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, und Frank Witter, Finanzvorstand der Volkswagen AG, haben am Dienstag die Jahreszahlen des Konzerns vorgestellt.

Foto: Christophe Gateau / dpa

Wolfsburg  Volkswagen stellt seine Produktion konsequent auf E-Autos um. Das ist einer der Gründe für einen massiven Stellenabbau beim Autobauer.

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Volkswagen hat angekündigt in den kommenden fünf Jahren zusätzliche 5000 bis 7000 Stellen abzubauen. Das Sparkonzept beziehe sich auf die Kernmarke Volkswagen Pkw, hieß es in Wolfsburg.

Schon in den vergangenen Monaten hatten sich Stellenstreichungen angedeutet. Der Automobilkonzern stellt vor allem seine Pkw-Produktion auf E-Autos um. Dabei werden jedoch weit weniger Arbeitskräfte und Arbeitsschritte benötigt als bei der Produktion von Otto- oder Diesel-Motoren.

In einer Adhoc-Mitteilung schreibt VW, dass der Stellenabbau allein dadurch zu bewältigen sei, dass Stellen nach dem altersbedingten Ausscheiden von Mitarbeitern nicht mehr besetzt würden. Es gehen also offensichtlich so viele VW-Mitarbeiter in den nächsten Jahren in Rente oder Frührente, dass auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden kann.

VW will ab 2023 jährlich knapp 6 Milliarden sparen

Alleine aus den nächsten drei Geburtenjahrgängen, die dafür in Frage kommen, könnten 11.000 Mitarbeiter in Altersteilzeit gehen. Nach eigenen Angaben hat VW weltweit 664.496 Beschäftigte.

Ab 2023 sollen bei VW jährlich 5,9 Milliarden Euro im Jahr gespart werden. Bereits ab diesem Jahr sollen erste Einsparungen greifen. Mit den Sparmaßnahmen will Volkswagen Freiraum schaffen, um in die Elektromobilität zu investieren. Bis 2023 sollen in diesem Bereich 19 Milliarden Euro investiert werden – das sind acht Milliarden Euro mehr als der Konzern zunächst geplant hatte.

Nicht alle Investition sollen jedoch in den Umbau der Auto-Produktion fließen. 4,6 Milliarden Euro sind für moderne IT-Systeme und eine Digitalisierung der Verwaltung vorgesehen. VW ist dabei ein gutes Beispiel für einen ganzen Wirtschaftszweig

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Volkswagen: Konzernumbau mit Arbeitnehmern abgesprochen

Mit den bisherigen Sparprogrammen habe VW bereits viel erreicht, sagte der bei der Marke VW für das Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter: „Aber wir müssen noch deutlich mehr tun, um die anstehenden Herausforderungen auch in der Zeit nach 2020 zu bewältigen.“

Im Herbst 2016 hatte das Unternehmen mit der Arbeitnehmerseite bereits ein großes Sparprogramm verabredet, das bis Ende 2020 läuft. Es sieht den weltweiten Abbau von 30.000 Stellen vor, 23.000 davon in Deutschland. Im Gegenzug sollen 9000 Arbeitsplätze in Zukunftsbereichen wie der Softwareentwicklung neu entstehen, betriebsbedingte Kündigungen sind bis 2025 ausgeschlossen.

Trotz aller Absprachen mit den Arbeitnehmern: Es gab an dem bisherigen Vorgehen von VW in den vergangenen Tagen auch Kritik. Der VW-Betriebsratschef sagte im Interview: Der

(dpa/rtr/ac)

• Hintergrund: Adhoc-Mitteilung zum Stellenabbau bei Volkswagen

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