Tarifeinigung

Ende des Warnstreiks – Geldboten werden besser bezahlt

In der fünften Runde der Tarifverhandlungen kam es zu einer vorläufigen Einigung für die Geldboten.

In der fünften Runde der Tarifverhandlungen kam es zu einer vorläufigen Einigung für die Geldboten.

Foto: dpa

Berlin.   Einigung im Tarifkonflikt der Geld- und Wertdienstleister: Die Geldboten werden künftig besser bezahlt. Plus liegt teilweise bei 17,1 Prozent.

In der fünften Runde der Tarifverhandlung für die Geld- und Wertdienstleister haben sich die Gewerkschafts- und Arbeitgeberseite auf einen vorläufigen Tarifabschluss für die 12.000 Beschäftigten der Branche verständigt. Der Tarifvertrag, der eine Laufzeit von zwei Jahren hat, sieht eine Anhebung der Löhne in zwei Stufen zwischen 7,7 und 17,1 Prozent vor. Verdi kündigte am Freitag an, den Streik bis zum Ende des Tages zu beenden.

Tarifergebnis steht noch unter Vorbehalt

Über die Annahme des Tarifvertrags werden die Mitglieder der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) und der Gewerkschaft Verdi abstimmen. Bis dahin steht das Tarifergebnis unter Vorbehalt. Beide Seiten haben für die Abstimmung eine Frist bis zum 24. Januar 2019 festgelegt.

Mit der Erhöhung gehe die BDGW weit über die „Schmerzgrenze“ hinaus, so der Hauptgeschäftsführer Harald Olschok. Der Grund hierfür sei die schnelle Beendigung des Streiks im Interesse der Kunden, der Banken und der Verbraucher. Er teilte auch mit, dass die Preise für das sogenannte Bargeld-Handling, die für Banken und Handel für den Transport von Münzen und Scheinen entstehen, bei den Lohnsteigerungen deutlich steigen würden.

Angleichung der Gehälter von Ost und West

Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes bezeichnete das Ergebnis als hervorragend. „Die hohe Beteiligung der Beschäftigten an den Warnstreiks zum Jahresauftakt hat dies möglich gemacht“, so Peukes. In NRW haben laut Verdi rund 400 Beschäftigte an dem Streik teilgenommen. Insgesamt gibt es 1600 Angestellte in der Branche. Das Tarifergebnis sei zudem ein weiterer Schritt hin zur Angleichung der Entgelte zwischen den Bundesländern. Laut Verdi liegen die Entgelte der Mitarbeiter bisher im Osten zwischen 1800 bis 2400 und im Westen bei 2200 bis 2900 Euro brutto pro Monat.

Auswirkungen waren für Verbraucher kaum spürbar

Seit Mittwoch hatten die Geldtransport-Beschäftigten mit Arbeitsniederlegungen Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt. Die Auswirkungen auf die Bargeldversorgung waren nach Angaben von Banken und Handel im Ruhrgebiet dennoch gering, weil sie entsprechende Vorsorge getroffen hatten. Zusätzlich sei die Streikbeteiligung in den Unternehmen unterschiedlich gewesen, so eine Sprecherin der BDGW.

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