Ruhr-Wirtschaft

Helmut Linssen verlässt Evonik-Großaktionär RAG-Stiftung

Helmut Linssen hört im April bei der RAG-Stiftung auf.

Helmut Linssen hört im April bei der RAG-Stiftung auf.

Foto: Lars Heidrich

Essen.   Überraschend hört Helmut Linssen schon im April 2019 beim Evonik-Großaktionär RAG-Stiftung auf. Sein Vertrag lief eigentlich bis Ende 2022.

Personeller Umbruch bei der RAG-Stiftung: Der Mehrheitsaktionär des Essener Chemiekonzerns Evonik bekommt einen neuen Finanzchef. Wie die Stiftung mitteilte, hört Helmut Linssen im April nächsten Jahres auf. Linssen habe in einer Sitzung des Stiftungskuratoriums angekündigt, sein Amt als Finanzvorstand niederzulegen. Über die Nachfolge entscheide das Kuratorium am 1. April.

Der 76-jährige frühere NRW-Finanzminister gebe sein Amt bei der RAG-Stiftung aus Altersgründen ab, hieß es in der Mitteilung. „Das Kuratorium dankte ihm ausdrücklich für seine langjährige Aufbauarbeit.“ Im Dezember 2016 war Linssen noch mit einem Vertrag bis Ende 2022 ausgestattet worden.

Nach Abschied von Müller ein weiterer Wechsel

Vor einem halben Jahr hatte der langjährige RAG-Chef Bernd Tönjes die Führung der Stiftung vom erkrankten Werner Müller übernommen. Die RAG-Stiftung wurde 2007 gegründet. Ihre Aufgabe ist es, so viel Stiftungsvermögen aufzubauen, um ab 2019 die sogenannten Ewigkeitslasten des deutschen Steinkohlenbergbaus an Ruhr und Saar dauerhaft zu finanzieren.

Mitglieder des Stiftungskuratoriums sind unter anderem NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben