Tarifverhandlungen

IG Metall droht mit Warnstreiks in der Stahlindustrie

Knut Giesler, NRW-Chef der IG Metall.

Knut Giesler, NRW-Chef der IG Metall.

Foto: HO

Essen.   Die IG Metall droht mit Warnstreiks in der Stahlindustrie. Die dritte Tarifrunde ging am Freitag bereits nach 15 Minuten zu Ende.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Eklat bei den Stahl-Tarifverhandlungen für NRW, Niedersachsen und Bremen: Die IG Metall hat die Gespräche am Freitag in Düsseldorf bereits nach 15 Minuten abgebrochen, nachdem die Arbeitgeber zu Beginn der dritten Runde erneut kein Angebot vorgelegt und stattdessen lediglich Erläuterungsbedarf angemeldet habe . Die Verhandlungskommission der IG Metall hatte daraufhin entschieden, die Gespräche nicht fortzusetzen.

Knut Giesler, NRW-Chef der IG Metall, zeigte sich verärgert: „Alle Argumente wurden in den ersten beiden Verhandlungsrunden ausgetauscht. Es hat sich keine neue wirtschaftliche Situation ergeben, die diskutiert werden müsste. Ohne Angebot ergeben Verhandlungen derzeit keinen Sinn. Darum haben wir das heute schnell beendet. Die Arbeitgeber spielen auf Zeit und reden eine schlechte Zukunft herbei, die sie sich scheinbar erhoffen.“

„Zeitspiel und Schauspielerei“

Giesler kündigte Konsequenzen an: „So etwas habe ich noch nicht erlebt. Für Zeitspiel und Schauspielerei gibt es im Fußball die gelbe Karte. Diese werden die Beschäftigten ab der kommenden Woche in Warnstreiks den Arbeitgebern zeigen. Das werde ich unserer Tarifkommission am Samstag empfehlen.“

Die IG Metall ist mit der Forderung nach sechs Prozent mehr Gehalt sowie der Einführung eines Urlaubsgelds von 1800 Euro in die Verhandlungen gegangen. Die nächste Tarifrunde soll nun am 18. Februar stattfinden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben