Wohnungsnot

Vonovia will Bahn-Mitarbeitern bei der Wohnungssuche helfen

Die Bahn sucht Mitarbeiter und will ihnen die Suche nach Wohnungen erleichtern.

Die Bahn sucht Mitarbeiter und will ihnen die Suche nach Wohnungen erleichtern.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Bochum.  Vonovia stellt Bahn-Mitarbeitern kautionsfrei Wohnungen zur Verfügung. Der Staatskonzern will mit weiteren Vermietern kooperieren.

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Die Deutsche Bahn will in diesem Jahr wieder rund 24.000 neue Mitarbeiter einstellen. Um dem Nachwuchs den Schritt ins Staatsunternehmen schmackhaft zu machen, hat der Konzern eine „Wohnungsoffensive“ gestartet. Eine gerade geschlossene Kooperationsvereinbarung mit Deutschlands größtem Vermieter Vonovia soll Bahn-Mitarbeitern die in vielen Städten schwierige Wohnungssuche erleichtern.

„Unsere Wohnungsoffensive ist ein wichtiger Baustein für attraktive Beschäftigungsbedingungen. Wir orientieren uns damit als Arbeitgeber an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen“, sagt Bahn-Personalvorstand Martin Seiler. Sein Ziel: Mitarbeiter sollen schneller als andere Interessenten an einen Besichtigungstermin und an eine Wohnung kommen. Als erster Partner hat sich nun Vonovia verpflichtet, freie Wohnungen kautionsfrei in der digitalen Wohnungsbörse der Bahn anzubieten.

Vonovia hat Wurzeln ein Eisenbahner-Siedlungen

Die Wahl fiel nicht von ungefähr auf den Dax-Konzern aus Bochum. „Vonovia und die Deutsche Bahn verbindet eine lange Tradition: Unsere Wurzeln liegen im Wohnungsbau für Eisenbahner“, sagt Vonovia-Vorstand Arnd Fittkau. Die seit dem Jahr 1918 aufkommenden Wohnungsgesellschaften für Eisenbahner gingen im Laufe der Jahrzehnte zum Teil in den Vorgängerunternehmen der Vonovia auf. Mit der Bahnreform im Jahr 1994 musste sich der Staatskonzern von allen verbliebenen Werkswohnungen trennen. Der Gesetzgeber sah darin nicht mehr das Kerngeschäft der Bahn. Im Unternehmen verblieben sind nach Angaben einer Sprecherin allein 900 möblierte Appartments, die Mitarbeiter befristet nutzen können.

Nun stellt die Bahn aber fest, dass Wohnungsnot und explodierende Mieten vor allem in Metropolen und Ballungsräumen zunehmend auch geplante Neueinstellungen behindern. Nach Angaben der Sprecherin will die Bahn neben der Kooperation mit Vonovia weitere Abkommen mit anderen Wohnungsgesellschaften schließen oder erneuern. Aktuell gebe es Verträge mit 31 Gesellschaften und Genossenschaften in Deutschland. Das Bundeseisenbahnvermögen hat Wohnungsbelegungsgerechte auch mit anderen Unternehmen aus dem Ruhrgebiet vereinbart, darunter Vivawest aus Gelsenkirchen, die Wohnungsgesellschaft Ruhr-Niederrhein in Essen, die Eisenbahner-Wohnungsgenossenschaft Hagen, die Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte und die Gewo in Oberhausen.

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