Verkehr

Warnstreik: 56 Starts und Landungen in Düsseldorf abgesagt

Warnstreik: Gewerkschaftler von Verdi demonstrieren im Gebäude des Düsseldorfer Flughafens.

Warnstreik: Gewerkschaftler von Verdi demonstrieren im Gebäude des Düsseldorfer Flughafens.

Foto: Marcel Kusch/dpa

Düsseldorf.   Der Warnstreik der Bodenabfertiger hat am Flughafen in Düsseldorf am Donnerstagmorgen für den Ausfall von 56 Starts und Landungen gesorgt.

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Wegen eines Warnstreiks der Bodenabfertiger hat der Flughafen Düsseldorf am Donnerstagmorgen 56 Starts und Landungen abgesagt. Bei der Abfertigung und Gepäckausladung kam es nach Angaben des Flughafens zu Verzögerungen. Die Situation bei den Passagieren im Terminal sei aber „völlig entspannt“, sagte ein Sprecher des Flughafens. Auch gebe es bislang keine größeren Verspätungen der Flüge, die wie geplant stattfinden sollten.

Die Gewerkschaft Verdi hatte Mitarbeiter eines Bodenabfertigers aufgerufen, von 3.00 Uhr bis 11.00 Uhr kein Gepäck und keine Fracht zu verladen. Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligten sich rund 100 Mitarbeiter an dem Warnstreik. „Die Beteiligung ist gut, die Stimmung auch“, sagte ein Sprecher am Morgen. Er rechne damit, dass die Zahl der Streikenden in den nächsten Stunden steige.

Keine negativen Reaktionen der Passagiere

Die Mitarbeiter hatten sich zunächst vor dem Tor 1 des Flughafens versammelt und dort mit Pfeifen lautstark auf sich aufmerksam gemacht. Anschließend zogen sie vor das Terminal. „Das gibt genügend Druck auf den Arbeitgeber“, sagte ein Verdi-Sprecher. Negative Reaktionen von Passagieren habe es zunächst nicht gegeben.

Für den Warnstreikzeitraum waren 210 Starts und Landungen geplant. Betroffen sind nach Angaben des Flughafens unter anderem Lufthansa, Condor und Easyjet. Der Airport empfiehlt den Passagieren, sich bei ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Stand ihres Fluges und eventuell geänderte Gepäckbestimmungen zu informieren.

Kein Angebot vorgelegt

Verdi führt derzeit Tarifverhandlungen mit dem Bodenabfertiger Aviapartner. Die Gewerkschaft fordert die Einführung eines Weihnachts- und Urlaubsgeldes sowie eine bessere Bezahlung von Nacht-, Schicht-, und Feiertagsarbeit. Aviapartner habe auch nach zwei Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt.

Der Flughafenverband ADV hatte die Warnstreiks am Mittwoch kritisiert: Sie überstiegen „jedes akzeptable Maß“. In den vergangenen Wochen seien Passagiere und Flughäfen durch zahlreiche Streikaktionen überstrapaziert worden. Die kurze Ankündigungsfrist Verdis von weniger als einem Tag sei nicht fair, sagte ADV-Geschäftsführer Ralph Beisel.

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