Insolvenzen

400 Arbeitsplätze gesichert

Foto: WP Michael Kleinrensing

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Hagen. Ungewohnt viele Anzugträger mischten sich gestern unter die Blaumänner in der großen Produktionshalle der Friedrich Gustav Theis Kaltwalzwerke GmbH. Für ein paar Stunden stand die Produktion still. Und das hatte einen guten Grund: Nach zweieinhalb Jahren Hoffen und Bangen sind die rund 400 Arbeitsplätze am Hauptsitz des im Februar 2009 in die Insolvenz geratenen Herstellers von kaltgewalztem Stahl gesichert. Das gilt auch für die knapp 20 Arbeitsplätze in Gelsenkirchen.

Die FNsteel Group, ein Stahl-Konzern mit weltweit 800 Mitarbeitern und Teil der niederländischen Industrie-Investment-Gruppe Hombergh Holdings BV, übernimmt die Mehrheit der Anteile an der Theis-Gruppe. Genau genommen 90 Prozent, über deren Kaufpreis geschwiegen wird. Zehn Prozent verbleiben bei der bisherigen Gesellschafterin Prinzessin Dr. Viola von Hohenzollern, die auch Aufsichtsratsvorsitzende bleibt.

„Es ist ein historischer Tag“, sagte Michael Mittelstaedt, der weiterhin die Geschäfte der Theis-Gruppe führen wird. Insolvenzverwalter Horst Piepenburg strahlte nach harten Zeiten mit der Sonne um die Wette: „Nach zweieinhalb Jahren ist es uns gelungen, das Unternehmen nicht zu zerschlagen.“

Mehrere hundert Beschäftigte kamen zur mehrfach verschobenen Betriebsversammlung, tauschten teils trotz Nachschicht Bett mit Versammlungshalle, um den Investor kennenzulernen. Und der sagte eine dauerhafte Perspektive zu. „Die Sonne scheint. Das muss ein gutes Omen sein“, so Hendrik Van Den Hombergh. „Wir wollen das Unternehmen langfristig ausbauen.“

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