Autobahn

A 1 bis 2011 von Leverkusen bis Kamen sechsspurig

Foto: WP Michael Kleinrensing

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„Sechs Kilometer Stau auf der A1 zwischen Hagen-Nord und Westhofener Kreuz” - diese Staumeldung begleitete viereinhalb Jahre lang die Autofahrer. Das ist vorbei. Auf sechs brandneuen Spuren rollt der Verkehr nun ungehindert. Gestern war offizielle Freigabe.

Ein Strichmännchen reckt vor Freude die Arme in die Luft, daneben prangt ein Weihnachtsbaum mit bunten Kugeln. Darüber steht: Freigabe 23.12.2009. Gute Fahrt. NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper und Staatssekretär Enak Ferlemann vom Bundesverkehrsministerium grinsen, als sie gemeinsam mit Harald-Friedrich Austmeyer von Straßen-NRW die Tafel enthüllen - so lustig und unkonventionell ging es seit dem ersten Spatenstich am 12. August 2005 selten auf diesem Autobahn-Teilstück zu.

48 Jahre ist die A1 alt und eine der wichtigsten Straßen in NRW. 74 000 Fahrzeuge rollen hier jeden Tag. Die Erneuerung und Verbreiterung war technisch sehr anspruchsvoll und ging seit 2002 in drei Bauabschnitten über die Bühne. Der jetzt freigegebene Abschnitt zwischen Westhofen und Hagen-Nord ist zwar nur 5,6 Kilometer lang, kostete aber 140 Mio. Euro. Am schwierigsten waren die insgesamt neun Brücken, die erneuert wurden.

Von vielen Arbeiten haben die Autobahnbenutzer nichts mitbekommen: 40000 Bäume wurden gerodet, fast 15 Kilometer Entwässerungsleitungen verlegt, 255000 Kubikmeter Boden bewegt, 26000 Tonnen Beton abgebrochen, 10 Kilometer Bohrpfähle gesetzt und 15000 Quadratmeter Lärmschutzwand gebaut. Bezahlt hat das Ganze der Bund.

„Damit ist der durchgängig sechsstreifige Ausbau zwischen Leverkusen und Kamen einen wesentlichen Schritt voran gekommen”, resümiert Enak Ferlemann. Er sieht den Hagener Abschnitt als Teil des Ruhrgebietsdreiecke aus A1, A2 und A3, das in den vergangenen Jahren erneuert wurde. Von 210 Kilometern sind jetzt 197 fertig - das kostete 1,6 Mrd. Euro. „70 Prozent des Verkehrs geht über Straßen, deshalb lohnt sich die Investition und ist eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes NRW, die Herzkammer der deutschen Wirtschaft.” Diesen Weg will das Bundesverkehrsministerium fortsetzen und nach dem Ausbau Ost nun die Investitionen nach Westen lenken.

„Infrastruktur ist Voraussetzung für Prosperität”, stellt Lutz Lienenkämper fest, hofft auf unfallarmen Verkehr und darauf, dass der weitere Ausbau der A1 bis Leverkusen im Jahr 2011 abgeschlossen ist.

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